Ein Boot mit afrikanischen Migranten wird im Mittelmeer aufgebracht. Bild: Flickr / Irish Defence Forces CC BY 2.0

Die Vereinten Nationen wollen mittels zweier Pakete in die Einwanderungs- und Asylgesetzgebung der Nationalstaaten eingreifen. Ziel ist es, die Migration deutlich zu erleichtern.

Von Michael Steiner

Vor allem die ärmeren Länder der Welt machen offenbar – unterstützt von links- und wirtschaftsliberalen Politikern der wohlhabenderen Länder und den globalistischen Machteliten mehr Druck, um die Migration von "arm zu reich" massiv zu vereinfachen. Unter dem Dach der Vereinten Nationen lässt sich dies natürlich einfacher veranstalten. Mehr oder weniger von der medialen Öffentlichkeit unbemerkt geschah dies bereits im Jahr 2016.

Damals, am 19. September, hatten sich die insgesamt 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in ihrer "New Yorker Erklärung" (New York Declaration) darauf geeinigt, bis zum Ende des Jahres 2018 zwei Rahmenwerke auszuarbeiten, die auf Flüchtlinge im klassischen Sinne und auf die reguläre Migration abzielen – und deren Wanderung in die wohlhabenderen Staaten vereinfachen sollen.

Mit dem "Globalen Pakt zu Flüchtlingen" und dem "Globalen Pakt zu sicherer, geordneter und regulärer Migration" soll die globale Verschiebung von Völkermassen vereinfacht werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass bereits seit Jahren auf dieser Ebene damit geworben wird, Migration quasi als "Bestandserhaltung" der alternden und schrumpfenden Populationen in vielen Industriestaaten zu betrachten. Aber auch die Armutsbekämpfung in den Herkunftsländern spielt immer wieder eine (emotional geschürte) Rolle bei den Migrationsthemen. Dass dies natürlich Unsinnig ist, zeigt folgende Erklärung:

Die Migrationsszenarien der Vereinten Nationen sehen hierbei in drei verschiedenen Modellen eine Nettozuwanderung von 11,4, 25,2 bzw. 40,5 Millionen Menschen alleine für Deutschland für den Zeitraum von 1995 bis 2050 vor – bei im letzten Fall einer Gesamtbevölkerung von 113,2 Millionen Einwohnern. Damit hätte dann etwa die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands einen Migrationshintergrund. Aber auch bei den gegenwärtigen Migrationszahlen ist die ethnische Struktur Deutschlands bis spätestens im Jahr 2100 gekippt.

Zwar gelten diese ganzen Pakte und Abkommen grundsätzlich eher als Anleitung und nicht als Anordnung, doch auch wenn sich beispielsweise die etablierte bundesrepublikanische Politik rhetorisch immer wieder gegen eine Massenzuwanderung ausspricht, um vor allem die AfD (und andere Rechtsparteien) nicht stark werden zu lassen, so zeigt die Realität doch eine andere Entwicklung auf. Wie der sinnbildliche Frosch im Kochtopf wird so lange weitergemacht, bis eine Trendumkehr einfach nicht mehr möglich ist.

Fakt ist: Die nationalen Spielräume in Sachen Migrationspolitik werden immer enger. In der Europäischen Union ist es zusätzlich noch die Eurokraten-Fraktion (unter ihnen Bundeskanzlerin Merkel, aber auch der Großteil der Brüsseler Riege), welche den Mitgliedsländern eine eigene Gestaltung in dem Bereich zunehmend aberkennt. Das Beispiel der Umverteilung der Asylbewerber gehört hier dazu. Im Endeffekt wird sich allerdings auch die EU an den Vorgaben der Vereinten Nationen ausrichten.