Migrationskrise in Deutschland. Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Eine Mitarbeiterin des BAMF soll mehr als 1.200 Asylanträge positiv beschieden haben, obwohl sie das hätte gar nicht machen dürfen. Ein Einzelfall? Steckt eine Asylmafia dahinter?

Von Michael Steiner

Die Migrantenwelle ab 2015 die Deutschland voll erfasste sorgte auch dafür, dass sich viele Asylbewerber einen positiven Asylbescheid illegalerweise erkauften. Nun ist ein Fall aufgeflogen, wonach eine Mitarbeiterin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) offenbar mindestens 1.200 Asylanträge positiv beschieden hat, obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gab.

Wie NDR, Radio Bremen und die "SZ" berichten, soll es sich bei der Mitarbeiterin um eine Person in leitender Stellung handeln. Weitere Informationen sollen folgen. Das BAMF selbst wollte sich bislang dazu nicht äußern. Ebenfalls ist noch nicht klar, was mit jenen Menschen geschehen wird, die ihren Asylstatus auf solch illegale Weise erhalten haben.

Angesichts dessen, dass es eine große Schleusermafia gibt deren "Kunden" auch größere Summen für die Schleusung nach Deutschland hinlegen, kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei wohl kaum um einen Einzelfall handelt. Wo viel Geld im Spiel ist werden auch Behördenmitarbeiter schwach und bei Beispielsweise hundert Euro pro fälschlich positiv beschiedenem Asylbescheid kommen bei dem anhaltend hohen Andrang auch ordentliche Summen zusammen.

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Wenn man bedenkt, dass die Anerkennungsquoten von Asylbewerbernn je nach Bundesland stark differieren, stellt sich die Frage, ob die Asylmafia hier nicht auch in mehreren Bundesländern BAMF-Mitarbeiter besticht, um so möglichst viele "Kunden" auch fix in Deutschland unterzubringen. Das heißt allerdings auch, dass es hier eine großangelegte Untersuchung geben muss, um solche schwarzen Schafe zu finden.

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