14.000 Bunker – Indien bereitet sich auf Krieg mit Pakistan vor

Mit dem Bau von mehr als 14.000 Bunkern in der Grenzregion zu Pakistan bereitet sich Indien auf einen Krieg mit dem Nachbarland vor. Dieser könnte auch den Einsatz von Atomwaffen mit sich bringen.

Von Marco Maier

Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan wachsen immer weiter. Ständig gibt es Gefechte an der Grenze, vor allem in Jammu & Kaschmir, dessen Zugehörigkeit zwischen beiden Ländern umstritten ist. Nun will sich die indische Regierung laut der "Times of India" mit dem Bau von insgesamt 14.460 Bunkern in den Grenzdistrikten Samba, Poonch, Jammu, Kathua und Rajouri – an der sogenannten "Line of Control" ("LoC") auf einen möglichen Krieg mit dem Nachbarland vorbereiten.

Demnach wird die staatliche National Buildings Construction Corporation (NBCC) diese (13.029 kleine und 1.431 massivere große) Bunker in den bevölkerten Gebieten innerhalb einer Drei-Kilometer-Zone zur De-Fakto-Grenze zwischen den beiden Atommächten bauen, um die Bevölkerung zusätzlich vor den seit Jahren andauernden Granatbeschüssen durch die pakistanische Armee zu schützen, und ihnen zudem im Falle eines Kriegsausbruchs eine sichere Unterkunft zu gewähren. Insgesamt sollen dafür 4,157 Milliarden Rupien (rund 54 Millionen Euro) dafür aufgewendet werden.

Das Gefährliche daran: Indien hat von den USA eine "strategische Partnerschaft" für die nächsten hundert Jahre angeboten bekommen (um ein "chinesisches Jahrhundert" hinauszuzögern oder gar zu verhindern), während Pakistan für Chinas "Neue Seidenstraße" (bzw. Belt an Road Initiative) eine wichtige Rolle spielt und die Chinesen ihrerseits auch Grenzstreitigkeiten mit den Indern haben. Das könnte sich zu einem amerikanisch-chinesischen Stellvertreterkrieg ausweiten, der dann unter Umständen sogar der Auslöser für einen Dritten Weltkrieg sein könnte.

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Man muss nur bedenken, dass die Spannungen zwischen Karachi und Neu Delhi im letzten Jahr einen neuen Höhepunkt erreichten. Das Jahr 2017 war das blutigste seit dem Waffenstillstandsübereinkommen von 2003. Alleine in den letzten Monaten flohen rund 40.000 Inder aus der Region Jammu & Kaschmir, weil die Pakistanis mit dem ständigen Granatbeschuss auf das Gebiet die Menschen zunehmend zermürben. Inzwischen gilt die Region bereits wieder als Kriegsgebiet. So gab es im letzten Jahr insgesamt 860 Vorfälle von Verletzungen des Waffenstillstands durch die pakistanischen Streitkräfte, nachdem es im Vorjahr noch 221 waren.

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