Wladimir Putin. Bild: kremlin.ru

Putin hat wie erwartet die Wahl in Russland gewonnen. Eine solche Volkswahl des Präsidenten gibt es in Deutschland nicht.

Von Viribus Unitis

Putin bekam 76,65 Prozent der Stimmen, Kommunisten-Kandidat Grudinin 11,81 Prozent und Wladimir Schirinowski von der Liberaldemokratischen Partei 5,67 Prozent. Maxim Suaykin (0,68 Prozent) und Sergey Baburin (0,65 Prozent) waren die weiteren Akteure. West-„Favoriten“: Ksenia Sobchak kam auf 1,67 Prozent, Gritory Yavlinsky auf 1,04, Boris Titov 0,76 Prozent,

Volkswahl des Präsidenten: Russland, Frankreich, USA und andere haben sie, Deutschland lehnt sie ab

Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent und damit höher als 2012 als sie bei 65,25 Prozent gelegen hatte. Bei der US-Präsidentenwahl 2016 nahmen 55,7 Prozent der Stimmberechtigten teil, und bei der französichen Präsidentenwahl 2017, die Macron den Sieg brachte, lag die Wahlbeteiligung bei nur 42,6 Prozent.

Deutschland hat bei der Präsidentenwahl keine Volkswahl, weshalb es keine vergleichbaren Ergebnisse gibt. In Deutschland sieht man Volkswahlen von Präsidenten grundsätzlich skeptisch bis negativ, weil Deutschland diese Form der Präsidentenwahl ablehnt. In Deutschland wird der Bundespräsident von Wahlpersonen gewählt, die vom Bundestag entsandt von den Parteien der Länder bestimmt werden.

Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Wahlbeteiligung bei 76,2 Prozent, stark erhöht, denn 2013 waren es nur 71,5 Proeznt.

Schon seltsam, wenn deutsche Regierungskreise und deutsche Medien die Präsidentenwahlen anderer Länder partiell stark kritisieren. Deutschland selbst hat nicht mal eine Volkswahl. Wie kann man das Ausland kritisieren, für etwas, was man selbst nicht macht. Jede Wahl und sei es die Präsidentenwahl in Burundi oder Uganda ist demokratischer als das was Deutschland praktiziert.

West-Kandidaten: Yavlinski und Titov out, Sobchak und Navalny in

Der Westen – die West-Medien – haben meist russische Favoriten, die sie in ihrer Berichterstattung wohlwollend darstellen.

In den vergangenen Präsidentenwahlen war vor allem Grigory Yavlinsky dahingehend von West-Medien positiv dargestellt worden – und auch Boris Titov. Beide Kandidaten standen auch 2018 zur Wahl, wurden aber von den West-Medien ignoriert. Titov kam auf 0,76 Prozent und Yavlinski erreichte 1,04 Prozent der Stimmen.

Ksenia Sobchak, der Star der westlichen Medien bei dieser Wahl, kam auf 1,67 Prozent der Stimmen.

Putins bestes Ergebnis war in Kabardino-Balkarien, mit 93,49 Prozent. Sobchak erreichte ihr bestes Ergebnis in Moskau selbst, hier kam sie auf 4,18 Prozent der Stimmen, Putin war hier mit 70,69 Prozent relativ niedrig. Großstädte waren Sobchaks Stärke, in St. Petersburg erreichte sie 4,15 Prozent, Putin lag hier bei 75,36 Prozent.

Gute Siegchancen gegen Putin wurden im Westen vor allem Navalny zugeordnet. West-Medien suggerierten, wenn es frei und korrekte Wahlen in Russland gäbe, so wäre Navalny in der Lage Putin zu schlagen.

Suggeriert wurde, Navalny würde Zustimmungswerte von 40-45 Prozent haben und wenn er zugelassen werden würde, dann wäre er Putins größter Gegner. Die Umfragen, die Navalny nur 1-2 Prozent der Stimmen gaben, wurden von West- Medien als politisch gefärbt dargestellt.

Auch die Umfrageergebnisse für die Kandidaten der Parlaementsparteien – also für Grudinin und Schirinowski – wurden als politisch gefärbt dargestellt. Navalny sei der einzige Kandidat der Putin wirklich herausfordern hätte können, so die West- Medien. Putin hätte nur geringe Chancen gegen Navalny gehabt, deshalb hat er Ihn unfair ausschalten müssen, so die West- Medien. 

Wahlergebnisse spezial: Königsberg / Kaliningrad und Krim

Die Wahlbeteiligung lag in Kaliningrad bei 55,29 Prozent, wobei Putin hier 76,41 Prozent der Stimmen erhielt, Sobchak 2,55 Prozent.

Die Wahlbeteiligung auf der Krim lag bei 63,86 Prozent, wobei Putin hier 92,19 Prozent der Stimme auf sich vereinigte, Sobchak kam hier auf 1,57 Prozent.