US-Erwachsene waren niemals fetter als heute

Inzwischen gelten rund 40 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner als fettleibig. Besonders eine ethnische Gruppe ist sehr stark übergewichtig.

Von Marco Maier

Übergewichtigkeit wird in den Vereinigten Staaten von Amerika zunehmend zu einem massiven Problem. So zeigte eine Umfrage unter 27.449 Erwachsenen mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 bis 40, dass der Anteil der Fettleibigkeit bei jenen ab 20 Jahren von 33,7 Prozent in den Jahren 2007/2008 auf 39,6 Prozent in den Jahren 2015/2016 anstieg. Der Anteil von stark Fettleibigen mit einem BMI von über 40 stieg im selben Zeitraum von 5,7 auf 7,7 Prozent.

Bei den Jugendlichen, immerhin 16.875 untersuchte Personen, gab es zwar einen geringeren prozentualen Anstieg als bei den Erwachsenen, dennoch stieg auch dort der Anteil der Übergewichtigen von 16,8 Prozent in den Jahren 2007/2008 auf 18,5 Prozent in den Jahren 2015/2016. Angesichts der ganzen mit (in Europa noch verbotenen) diversen Chemikalien versetzten Nahrungsmitteln und dem Umstand, dass der Gang zur Fast-Food-Fressbude einfacher und billiger ist als selbst (gesund) zu kochen, darf man sich jedoch nicht darüber wundern, wenn auch diese Altersgruppe in den kommenden Jahren enorm dazu beitragen wird, den Anteil der (stark) übergewichtigen Erwachsenen noch einmal zu erhöhen.

Wie Daten zeigen, liegt der Anteil der Übergewichtigen bzw. Fettleibigen vor allem im Süden (32,0 Prozent) und im Mittleren Westen (31,4 Prozent) über jenem des Nordostens (26,9 Prozent) und des Westens (26,0 Prozent). Dies wird auch anhand der folgenden Grafik deutlich sichtbar:

USA Fettleibigkeit Staaten

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Allerdings gibt es hierbei offenbar auch starke Unterschiede zwischen den drei ethnischen Großgruppen. Dabei liegt der Anteil bei den Weißen am niedrigsten und bei den Schwarzen am höchsten, während die Hispanics sich im Mittelfeld bewegen. Dies wird anhand der folgenden drei Grafiken deutlich sichtbar:

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USA Fettleibigkeit Weiße

USA Fettleibigkeit Hispanics

USA Fettleibigkeit Schwarze

Man kann sich ausrechnen, wie sich diese Entwicklung auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Amerikaner auswirkt. Schon jetzt sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten ab, während andere Staaten noch eine steigende Lebenserwartung verzeichnen. Zudem darf man davon ausgehen, dass die Kosten für das (ohnehin schon teure) Gesundheitssystem noch stärker in die Höhe schießen werden.

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