Mittels Tatsachenverdrehungen, Propaganda und Lügen wird die westliche Welt auf einen Krieg gegen Russland vorbereitet.

Von Marco Maier

Rund zwanzig Jahre lang gab es nach dem Ende des Kalten Krieges faktisch keinen Gedanken daran, dass es zu einer militärischen Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Russischen Föderation kommen könnte. Doch dann, im Jahr 2000, wurde der damals noch relativ unbekannte Politiker Wladimir Putin Nachfolger von Boris Jelzin an der Spitze des Staates. Und im Gegensatz zu diesem war er keine käufliche Marionette der US-Eliten.

Anstatt das riesige Land scheibchenweise an die westliche Finanzoligarchie zu verscherbeln, wie es Jelzin in Angriff nahm, setzte Putin auf eine Politik des nationalen Wiederaufbaus – politisch, wirtschaftlich und militärisch. Ein Umstand, den man im Westen als Bedrohung ansah, weil man im Osten lieber einen angeschlagenen zahnlosen Bären rumliegen sähe als einen, der sich auch gegen Übergriffe wehren kann – und auch den Willen dazu hat, dies zu tun.

Doch während sich Moskau in erster Linie um die Nachbarschaftspolitik kümmert(e) und erst in den letzten Jahren verstärkt auf der internationalen Bühne (unter anderem in Syrien) aktiv wurde, vollzogen die Amerikaner all die Jahre eine massive Einkreisungspolitik gegenüber Russland. Einerseits wurde die NATO immer weiter nach Osten ausgedehnt und mit dem Maidan-Putsch gegen Janukowitsch sollte auch der Beitritt der Ukraine vorangetrieben werden. Doch der Donbass-Koflikt und der Streit um die Krim sorgt dafür, dass das Land dem westlichen Militärbündnis nicht beitreten kann und so auch keine NATO-Raketen nur wenige hundert Kilometer vor Moskau stehen.

Obwohl Moskau stets reaktiv und nicht aktiv handelte, also immer erst auf vom Westen geschaffene Tatsachen reagierte, spricht man stets von einer angeblichen "russischen Aggression". US-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer oder in der Ostsee sind "normal", aber wehe russische Kriegsschiffe operieren vor Syrien oder gemeinsam mit jenen Chinas im Pazifik, da wird gleich der Teufel an die Wand gemalt. Denn die Russen stehen (wie die Chinesen) den US-Welthegemoniebestrebungen im Weg.

Das was wir derzeit erleben ist eine massive Welle von Propaganda und Lügen, um die westliche Welt auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Ein Krieg, um den unlimitierten Zugang zu den umfangreichen Ressourcen des Landes zu erhalten, den gerade die US-Wirtschaft und das US-Militär brauchen. Immerhin fördern die Russen auch einige wichtige "kritische Mineralien".