Mike Pompeo. Bild. Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

Trump hat Außenminister Tillerson durch CIA-Chef Pompeo ersetzt. Nun scheint das Trump-Team langsam komplett zu werden.

Von Viribus Unitis

Das Trump-Team wird langsam fertig. Nun mögen manche meinen: Trump-Team, ist das nicht schon seit mehr als 1 Jahr im Amt? Relativ, ja nur relativ. Als Trump ins Amt kam, hatte er bei der Wahl seiner Mitarbeiter keineswegs völlig freie Hand. Er musste abwägen, wer im Senat bei einem Hearing durchkommen würde und er hatte die Soros-Fraktion bei den Republikanern zu befriedigen.

Manche die er eigentlich nicht wollte musste er wollen müssen, weil die Senatoren und die Partei dies so vorgaben. Zu diesen nicht gewollten aber gewollt gemussten gehörte auch Außenminister Tillerson.

Tillerson: Tatenlos und seinen Präsidenten nicht unterstützend

Tillerson war als Außenminister völlig unbemerkt im Ausland. Er machte eigentlich nur mit Trump-Kritik in Inland Schlagzeilen, so soll er Trump einen „Moron“ (Trottel) genannt haben. Trump reagierte. Trump sagte dem Forbes-Magazine: “I think it’s fake news. But if he did [say] that, I guess we’ll have to compare IQ tests. And I can tell you who is going to win.” Also er sah das als Falschnachricht an und falls er es tatsächlich sagte, so wolle er sich mit ihm in einem IQ-Test messen – und er wisse, wer gewinnen werde.

Als sich US-Außenministeriums-Staatssekretär Steve Goldstein kritisch darüber äußerte, wie Tillerson von seinen Job-Verlust erfuhr – per Trump-Twitter-Meldung – verlor er seinen Job. Trump entband ihn von seinen Aufgaben.

Mit Tillerson haben die Europäer den letzten Schutzmechanismus verloren, der George Soros gelungen war einzubauen. Bereits in der Vorwoche war Garry Cohn, nationaler Wirtschaftsberater, seines Jobs verlustig gegangen. Offiziell war er selbst gegangen, inoffiziell „gegangen worden“.

Neue Jobs: Außenminister Mike Pompeo und CIA-Direktorin Gina Haspel

Pompeo hat sowohl sein Militärstudium in West Point wie auch sein Rechtsstudium in Harvard mit Auszeichnung abgeschlossen. Er gehört der Tea-Party-Bewegung der Republikanischen Partei an.

Pompeo war bisher Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA. Das war eine gute Lehrzeit für ihn, als Vorbereitung für den Job als Außenminister. Hier lernte er die Stärken und Schwächen der einzelnen Staaten kennen – von Verbündeten und Gegnern. Wobei es manchmal nicht so einfach ist, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Die neue CIA-Direktorin Gina Haspel ist nicht unumstritten. ihr wird eine Beteiligung an manchen Folterprogrammen des CIA vorgeworfen. Sie ist die erste Frau auf diesem Posten.

Deutsche Medien Trump-zahm: Gift-Geschichte statt Trump-Bashing

Die deutschen Mainstream-Medien waren in der Problemzone. Seit Beginn der Zoll-Aktivitäten hatte man auf Trump eingedroschen, seit einer Woche weiß man, dass dies keine gute Idee ist (Stahlzölle), seit ein paar Tagen weiß man, dass dies absolut keine gute Idee ist (generelle Zollverhandlungen EU-USA).

So wurde eine britisch-russische Giftgeschichte zum Star des Tages aufgebauscht, damit man nicht über Tillersons Ablösung reden musste. Noch vor vier Wochen hätte man bei so einer Geschichte jedes Wort Trumps bis in die letzten Buchstaben psychologisch analysiert, um nachzuweisen, welche Psycho-Schäden Trump denn hätte, weil er so handelte.

Natürlich, es gab in den Tillerson-Meldungen die üblichen Sticheleien. Trump sei impulsiv in seinem Handeln, ein Heißsporn (wer die Zoll-Struktur kennt die kommen soll sagt das nicht – das ist wohlüberlegte durchdachte Planung), und umgebe sich nur mit Ja-Sagern. Aber bezogen darauf was noch letztes Jahr abgelaufen ist, sind diese Trump-Sager die Light-Version der ultra-light Version dessen, was noch vor Kurzem üblich war.

Was man erkennen sollte, dass nun das Trump-Team komplett zu sein scheint. Nachdem auch Tillerson weg ist, kann man erst von einer Trump-Administration sprechen. Und das was Europa nun in den USA in aller Kompaktheit gegenübersteht ist nicht einfach nur eine Trump-Administration, das ist eine Kampftruppe. Europa muss sich auf harte Zeiten einstellen – und darf nicht hoffen, von Soros und seinen Helfershelfern Hilfe zu erhalten. Europa muss sich alleine durchschlagen, denn wie auch die letzten Wochen zeigten, Europa hat keine Verbündeten mehr in der Welt.