Israel hat in der US-Außenpolitik einen speziellen Platz. Ein Top-General sagte nun, dass die US-Soldaten bereit sein müssten, für Israel zu sterben.

Von Marco Maier

Erst vor wenigen Wochen führten die USA und Israel eine gemeinsame Militärübung mit dem Namen "Juniper Cobra" durch, welche von den israelischen Medien als die größte ihrer Art bezeichnet wurde. Dabei spielte man auch das Szenario eines Dreifrontenkriegs (namentlich Syrien, Libanon und Gasa-Streifen) durch. Da Israel für die US-Politik einen besonderen Status hat, fühlt man sich dort auch dem Schutz des Landes mit allen Mitteln verpflichtet.

US Third Air Force Commander Lt. Gen. Richard Clark sprach hierbei gegenüber der "Jerusalem Post" aus, was bei den Top-Militärs der Vereinigten Staaten ebenso als Dogma gilt. "Die Vereinigten Staaten und Israel erfreuen sich einer langen und anhaltenden militärischen Partnerschaft die auf Vertrauen aufbaut, welches über Dekaden der Kooperation entwickelt wurde", so der Top-General zur Zeitung. So würden die "Juniper-Cobra"-Übungen auch diese Beziehung stärken, die Interoperabilität verbessern und "eine nahtlose Integration mit unseren israelischen Partnern entwickeln" lassen.

"Bis zum Treffen von Entscheidungen ist es eine Partnerschaft", so Clark weiter. Und er führte an, dass "am Ende des Tages" es um "den Schutz Israels" gehe. "Und wenn es eine Frage bezüglich dessen geht, wie wir vorgehen, geht die letzte Stimme möglicherweise an Zvika [Anm. d. Red.: Brig. Gen. Zvika Haimovitch, Leiter der Luftverteidigungsdivision der Israelischen Verteidigungskräfte]." So hätten die USA und Israel ein Übereinkommen unterzeichnet, dass die Amerikaner das Land in Kriegszeiten mit der Raketenabwehr unterstützen. Haimovich sagte der Zeitung: "Ich bin sicher, wenn einst der Befehl kommt, werden wir hier US-Truppen auf dem Boden haben um Teil unseres Stationierungsteams zu sein, welches den Staat Israel verteidigt."

Und diese US-Truppen die in Israel stationiert werden, sind darauf vorbereitet für den jüdischen Staat zu sterben, so Clark. "Wir sind bereit unser Versprechen zur Verteidigung Israels jederzeit zu erfüllen, wenn wir in einen kinetischen Kampf involviert werden besteht immer das Risiko von Verlusten", so der US-General, "Aber wir akzeptieren das – wie in jedem Konflikt für den wir trainieren und eintreten, da gibt es immer diese Möglichkeit."

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Sollte der Krieg zwischen Israel, der Hisbollah, dem Iran und Syrien ausbrechen – was gar nicht einmal so unwahrscheinlich ist – könnte es sogar so weit kommen, dass US-Truppen unter israelischem Oberbefehl für deren Land sterben. Und das, obwohl der Soldateneid nur die Pflicht fürs Vaterland vorschreibt, nicht jene für eine andere Nation.

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