John Bolton. Bild: Flickr / Gage Skidmore CC BY-SA 2.0

US-Präsident Trump hat seinen Sicherheitsberater McMaster gefeuert und durch John Bolton, einen Tea Party-Team-Akteur, ersetzt.

Von Viribus Unitis

Trump hatte als Sicherheitsberater eigentlich General Flynn gewollt, der wurde ihm aber vom politischen Gegner und den Medien abgeschossen. Er musste dann General McMaster nehmen. Der republikanische US-Präsident hat McMaster nicht gewollt, aber wollen gemusst.

Nun ist er McMaster losgeworden. Ersetzt wurde er durch den früheren US-Botschafter bei den Vereinten Nationen John Bolton. War Michael Flynn schon für die Demokraten-Opposition im US-Kongress ein rotes Tuch, so ist der neokonservative Tea- Party- Akteur John Bolton eine Rote-Tücher-Fabrik.

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Dabei geht es nicht um den Irak-Krieg, dem hatten auch die Demokraten – allen voran Hillary Clinton – vollinhaltlich zugestimmt. Es geht auch nicht um Kriegspolitik, denn der stehen die Demokraten grundsätzlich positiv-aufgeschlossen gegenüber, wie auch die vom demokratischen Präsidenten begonnen Kriege in Libyen, Jemen und Syrien zeigen.

Es geht darum, dass Bolton einfach in der falschen Partei ist. Wäre er bei den Demokraten, wäre er dort ein absoluter Hero, da er jedoch überzeugter Republikaner ist, ist er – natürlicherweise – bei den Demokraten ein Feindbild.

Interessant seine Statements zu den Vereinten Nationen:„There is no United Nations. There is an international community that occasionally can be led by the only real power left in the world, and that's the United States, when it suits our interests and when we can get others to go along. Und weiter "the United Nations can be a useful instrument in the conduct of American foreign policy."

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