Spahn: “AfD-Wähler sind keine verlorenen Nazis”

Jens Spahn will an die AfD "verlorengegangene" CDU-Wähler zurückgewinnen. Diese seien keine "verlorenen Nazis".

Von Michael Steiner

Gerade Jens Spahn, der es offensichtlich völlig in Ordnung findet, private Geschäfte mit seiner politischen Tätigkeit zu verbinden um sich persönlich zu bereichern und Mitglied einer Partei ist, deren Chefin die Hauptverantwortung für die Migrationskrise trägt, will jene Wähler für die CDU zurückgewinnen, die genau wegen solch einer Politik der Altparteien dieser den Rücken kehrten.

"Eine Million Wähler, die mal CDU gewählt haben und jetzt AfD, sind doch keine verlorenen Nazis", sagte Spahn den "Funke"-Zeitungen. "Sie will ich wieder von der Union überzeugen. Wir stehen für Zusammenhalt und nicht für Spaltung – und wir lösen Probleme." Probleme, die man allerdings zuerst verursachte.

"Nach mittlerweile zwölf Jahren Regierungsverantwortung braucht die CDU als Partei erkennbares Profil, das sich deutlich von dem der SPD unterscheidet." Spahn schloss gemeinsames Stimmverhalten mit der AfD in deutschen Parlamenten ausdrücklich nicht aus. "Dass die AfD im Bundestag oder in Landtagen mal mit der Union stimmt, wird sich nicht vermeiden lassen", sagte er. "Aber eine vereinbarte Zusammenarbeit kann es mit einer Partei, die mit Rassismus spielt, nicht geben."

Er will die AfD jedoch nicht von den Geheimdiensten überwachen lassen.  "Es gibt Landesämter für Verfassungsschutz, die entscheiden über Beobachtung nach politischer Färbung", sagte er. "Ich will die Auseinandersetzung politisch gewinnen." AfD-Politiker wie Björn Höcke "äußern sich rassistisch, antidemokratisch und antisemitisch, sie hetzen und spalten", sagte er. "Jeder, der diese Partei wählt, muss wissen, wen er damit unterstützt."

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