Edward Snowden
Edward Snowden

Snowden: Facebook ist eine Überwachungsfirma

Facebook sei eine Überwachungsfirma, die als "Social Media" getarnt werde, so der NSA-Whistleblower Edward Snowden.

Von Marco Maier

Der nach Russland geflüchtete NSA-Whistleblower Edward Snowden bezeichnet Facebook in einem Tweet als "Überwachungsfirma", die quasi als "Social Media" getarnt werden. Denn das was das Unternehmen tue sei die Sammlung von privaten Daten und die Veräußerung derselben an andere Unternehmen, damit diese damit Geschäfte machen könnten.

"Facebook verdient sein Geld, indem es intime Details über das Privatleben von Millionen ausbeutet und verkauft, weit über die wenigen Details hinaus, die sie freiwillig veröffentlichen. Sie sind keine Opfer. Sie sind Komplizen", so der im Exil lebende Amerikaner mit einem Link zu einem Artikel der "New York Times" zur Trump-Wahlkampagne.

Und weiter:

"Unternehmen, die Geld verdienen indem sie detaillierte Aufzeichnungen über das Privatleben sammeln und verkaufen wurden einst als 'Überwachungsunternehmen' bezeichnet. Ihr Rebranding als 'Social Media' ist die erfolgreichste Täuschung, seit das Kriegsministerium zum Verteidigungsministerium wurde", so der Whistleblower in einem weiteren Tweet.

Aber das ist noch nicht alles. Wie schon im Jahr 2013 die "Washington Post" und "The Guardian" berichteten, hat der US-Geheimdienst NSA bei allen größeren Social-Media-Unternehmen des Silicon Valley über eine Hintertür Zugriff auf die Daten. Darunter Microsoft, Google, Yahoo, Facebook, AOL, Skype, YouTube und Apple. Und das durch das "PRISM"-Programm, welches 2007 mit dem Protect America Act begann und dessen Existenz von Snowden der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde.