Die britische Premierministerin, Theresa May, warnte Russland vor dem Einsatz von Atomwaffen, wenn ihr Land in den Krieg zieht. Militärs warnen vor einem "realen Risiko" eines Krieges.

Von Marco Maier

In den deutschen Mainstreammedien ging die Meldung unter und fand faktisch keine Erwähnung. Doch wie die britische Zeitung "Daily Star" berichtet, drohte Premierministerin May im Zuge der Skripal-Affäre damit, dass sie nicht zögern werde Atomwaffen einzusetzen, sollte Großbritannien Russland den Krieg erklären. Die Erklärung erfolgte, als Moskau London davor warnte, mit unhaltbaren Anschuldigungen keine "Nuklearmacht zu bedrohen".

Indessen warnten britische Militärs davon, dass es ein "reales Risiko" eines Krieges mit Russland gebe. Laut der Zeitung seien die mit Trident-Raketen bewaffneten Vanguard-U-Boote der Royal Navy die Haupt-Nuklearwaffen des Vereinigten Königreichs.

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Bereits im Jahr 2016 sagte sie dem britischen Unterhaus, dass sie keine Bedenken hinsichtlich der Anordnung eines Atomschlags habe. Selbst wenn der Angriff "Hunderttausend unschuldige Männer, Frauen und Kinder" töten würde. Zudem wäre es ja nutzlos, wenn ihr Land eine Atommacht wäre, aber nicht dazu bereit, diese Waffen auch einzusetzen.

Das Vereinigte Königreich hat demnach stets mindestens ein solches Vanguard-U-Boot im Einsatz. Zudem besitze man insgesamt ein Lager von 120 gefechtsbereiten nuklearen Sprengköpfen. Ein tödliches und vernichtendes Arsenal, welches May am liebsten in Richtung Russland senden würde.

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