Sieben Gründe für den Kauf von Gold

Auch wenn der offizielle Goldpreis immer wieder schwankt und durch das "Papiergold" manipuliert wird, so sprechen doch viele Gründe dafür, auch auf Gold zu setzen.

Von Marco Maier

Besitzen Sie Gold? Nicht? Wenn Sie finanzielle Reserven haben und diese nicht vollkommen den Banken, Versicherungen und Aktienmärkten anvertrauen wollen, wäre der Kauf von physischem Gold durchaus eine brauchbare Möglichkeit, Ihr Portfolio etwas zu streuen. Denn: Es gibt gute Gründe dafür, langfristig auf Gold zu vertrauen.

1. Gold ist knapp

Im letzten Jahr wurden weltweit rund 3.150 Tonnen Gold gefördert. Die größten Goldproduzenten sind dabei China (440 Tonnen), Australien (300 Tonnen), Russland (255 Tonnen), die USA (245 Tonnen) und Kanada (180 Tonnen), die zusammen rund 45 Prozent der globalen Goldschürfung auf sich vereinigen. Doch die Nachfrage ist groß: Jährlich verarbeitet alleine die Schmuckindustrie zwischen 1.800 und 2.000 Tonnen, hinzu kommen die Zentralbanken (Goldreserven) und die Münz-Prägeanstalten. Wie man sieht: Gold ist knapp und begehrt. Zudem: Inzwischen heißt es, das Goldfördermaximum sei erreicht worden. Immer weniger neu entdeckten Goldlagerstätten stehen immer mehr geschlossene gegenüber.

2. Keine Entwertung

Es ist faktisch unmöglich, dass Gold völlig wertlos wird – was man von Papier- und Buchgeld faktisch nicht behaupten kann. Da es nicht korrodiert, nicht beliebig entwertet (inflationiert) werden kann, wird das Edelmetall immer einen Wert haben. Nicht umsonst sind schon so viele Währungen gekommen und gegangen, doch das Gold ist immer noch da.

3. Sicherung des Vermögens

Klar, auf Bankeinlagen bekommt man (normalerweise) noch Zinsen, Aktien werfen zumindest im Normalfall irgendwelche Renditen ab – doch im Kriegs- oder Krisenfall sind diese recht schnell recht wertlos. Gold wirft zwar keine Zinsen oder Dividenden ab, doch man sollte hierbei zumindest ein wenig denken wie die Chinesen: Wer Geld übrig hat, kauft Gold. Egal wie der Marktpreis gerade ist. Will man eine größere Anschaffung tätigen, verkauft man eben auch mal etwas Gold. Wenn man bedenkt, dass EZB-Chef Draghi kürzlich erst wieder verkündete, man wolle die Inflation in der Eurozone in die Höhe treiben und die Sparzinsen ohnehin sehr niedrig sind und bleiben werden, bietet ein wenig Gold zu Hause im Tresor zumindest eine kleine Sicherheit. Denn: es gibt eine "goldene Konstante". Über all die Jahrhunderte hinweg blieb der Goldpreis trotz aller Schwankungen stets Pi mal Daumen im selben Bereich.

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4. Lange Geschichte als Geld

Gold wird schon seit mindestens zweieinhalb Jahrtausenden auch in der Funktion des Geldes verwendet. Erst mit der Aufhebung des Goldstandards im Jahr 1971 durch die USA (Ende des Bretton-Woods-Systems) fand dies ein Ende – und sorgte für die massive Inflationierung des "Fiat-Geldes".

5. Anonymität

Angesichts dessen, dass man dem Bargeld an den Kragen will und mit Hilfe von Buchgeld und Kryptowährungen (Blockchain-Technologie) jede Transaktion lückenlos verfolgen möchte, bleibt schlussendlich fast nur noch Gold übrig, wenn es um anonymes Bezahlen geht. Zudem: Aufgrund der Kompaktheit des Edelmetalls ist es auch möglich, größere Summen platzsparend zu transportieren.

6. Weltweit beliebt

Egal wo auf der Welt man sich befindet: Gold wird fast überall auch als Geld akzeptiert. Selbst 1-2 Münzen oder kleine Barren im Gepäck sorgen dafür, dass man zur Not (wenn z.B. die Geldautomaten einmal streiken) auch an dringend benötigtes Bargeld kommt.

7. Sicherheit

Gerade in unsicheren Zeiten bietet der Besitz von Gold doch einen gewissen Grad an Sicherheit. Man weiß was man hat und zumeist auch, dass man dafür (im Gegensatz zu Banknoten, Aktien oder Staatsanleihen) immer auch einen entsprechenden Gegenwert in Gütern und/oder Dienstleistungen erhält.

Alles in allem kann man durchaus sagen: Gold ist eine Geldanlage, die man nicht auslassen sollte. Und wenn es nur ein paar Münzen als "eiserne Reserve" sind, die man sich hält.

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