Moskau und Peking haben beschlossen, gemeinsam ein Uranminenprojekt in Ostrussland zu starten.

Von Marco Maier

Russland und China arbeiten jetzt auch in Sachen Urangewinnung zusammen. Dabei ist die Volksrepublik das erste Land der Welt, welches in dem Bereich die Erlaubnis erhält, in Russland bei der Förderung des radioaktiven Metalls in ein Joint Venture zu gehen.

Den Meldungen zufolge wird die ARMZ Uran Holding, eine Tochterfirma des staatlichen russischen Energiegiganten Rosatom, gemeinsam mit dem Russland-China Investmentfonds für regionale Entwicklung (RCIF) das 325 Millionen Dollar schwere Projekt in der ostrussischen Region Zabaikalsky starten. Diese befindet sich in der südöstlichen Region von Transbaikalia und hat eine 998 Kilometer lange Grenze mit China und eine 868 Kilometer lange Grenze mit der Mongolei.

Demnach wird die Priargunsky Industrial Mining and Chemical Union 51 Prozent des Projekts halten, während die ARMZ die restlichen 49 Prozent vereinnahmt. Der Großteil des Investmentkapitals, nämlich 282 Millionen Dollar, wird von der China National Nuclear Corporation (CNNC) gestemmt, der RCIF wird den Rest tragen.

Schätzungen zufolge lagern dort insgesamt 40.000 Tonnen Uran. Die jährliche Förderung soll demnach 850.000 Tonnen an Uranerz gefördert werden, wobei die Urankonzentration nicht so extrem hoch ist. Allerdings ist die Nachfrage nach dem Kernbrennstoff weiterhin hoch, so dass der Abbau sich durchaus lohnt. Russland ist nach Kasachstan, Kanada, Australien, dem Niger und Namibia der sechst größte Uranproduzent der Welt. China folgt nach Usbekistan und den Vereinigten Staaten von Amerika auf Rang neun.

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