Nur die Hälfte der EU-Staaten unterstützt die Briten bei ihrer haltlosen Giftanschlag-Geschichte und weist russische Diplomaten aus. May ist der EU-Spaltpilz und nicht Putin.

Von Marco Maier

Die ganze Giftanschlag-Geschichte rund um den früheren Doppelagenten Skripal, die vor allem von den Briten ständig hochgekocht wird, sorgt für eine Spaltung der EU. Denn: Gerade einmal die Hälfte der EU-Mitgliedsländer zeigt sich mit London "solidarisch" und weist russische Diplomaten aus, obwohl die Briten bislang jeden Beweis für ihre böswilligen Unterstellungen schuldig geblieben sind.

Das passt zum allgemeinen Politikverständnis, wonach es bei Anschuldigungen gegen Russland stets heißt: "Im Zweifel gegen den Angeklagten". Zudem muss nicht der Ankläger (in diesem Fall London) die Schuld des Beklagten (also Moskau) beweisen, wie es in jedem ordentlichen Gerichtsverfahren der Fall ist, sondern es wird genau umgekehrt verfahren: Der Angeklagte muss seine Unschuld beweisen – was aber gar nicht möglich ist, weil die Briten die angeblich vorhandenen Beweise nicht rausrücken will.

Theresa May & Gefolge sind es, welche die EU spalten, nicht Wladimir Putin. Denn die britische Premierministerin hetzte Franzosen und Deutsche mit gegen Russland auf, damit diese sich in Stellungnahmen hinter London stellen. Hinzu kommen noch einige andere Länder (darunter die üblichen Verdächtigen im östlichen Europa, die ohnehin schon aufgrund der Sowjetzeit Ressentiments gegen Moskau hegen). Doch Geschlossenheit gibt es nicht. Zu viele Länder weigern sich, einen solchen Schritt zu unternehmen, nur weil die Briten irgendwelche Behauptungen aufstellen, die vor keinem ordentlichen Gericht Bestand hätten.

Für Politik und Medien ist es einfach, den russischen Präsidenten als den Übeltäter darzustellen. Man ist ohnehin schon gewohnt, Putin stets zum Sündenbock zu machen, auch wenn dieser für Vieles was geschieht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eigentlich nicht (mit-)verantwortlich ist. Gegen Russland, Moskau oder Putin zu sein, reicht in der heutigen Zeit (wieder) einmal aus um sich im Westen profilieren zu können. Auch wenn es dazu führt, einen weiteren Riss durch die EU zu erzeugen.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...