Peking: USA und Nordkorea sollen rasch Gespräche führen

Angesichts der diplomatischen Erfolge Seouls ruft Peking Nordkorea und die USA dazu auf, rasch Gespräche aufzunehmen. Ein Friedensmechanismus müsse erarbeitet werden.

Von Marco Maier

Die jüngsten diplomatischen Erfolge Südkoreas zur Entspannung der Koreakrise stoßen in Peking auf positive Resonanz. Außenminister Wang Yi sagte am Rande des Volkskongresses in Peking, dass Pjöngjang und Washington nun gefordert seien, "besser früher als später" in einen gemeinsamen Dialog treten. Immerhin ist den Chinesen auch klar, dass es ohne die Einbindung der Vereinigten Staaten nicht möglich sein wird, die Lage auf der Koreanischen Halbinsel wieder zu beruhigen.

Wang bezeichnete die vorangegangenen Gespräche und Friedensbemühungen zwischen Nord- und Südkorea als "wichtigen Schritt in die richtige Richtung", wenngleich nun alle Konfliktparteien gefordert seien, ihre Aufrichtigkeit unter Beweis zu stellen und an einem funktionierenden Friedensmechanismus zu arbeiten.

Er honorierte auch die Zurückhaltung Südkoreas und der USA, die während der Olympischen Winterspiele keine gemeinsamen Militärübungen durchführten, sowie jene Nordkoreas, welches ebenfalls auf Raketentests verzichtete. China habe schon lange eine solche Politik der Zurückhaltung gefordert. "Obwohl nun Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, wird die bevorstehende Reise nicht einfach", sagte Wang.

Der nationale Sicherheitsberater von Präsident Moon Jae In, Chung Eui Yong, wird gemeinsam mit dem Geheimdienstchef Suh Hoon in die USA reisen, um dort über ihre Verhandlungsergebnisse zu sprechen. Danach wird Chung nach China und Russland zur Berichterstattung gehen, während Suh zum selben Zweck nach Japan reisen wird.

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