In China will man keinen Handelskrieg mit den USA, weil den niemand gewinnen könne. Man wolle die Überschüsse im Außenhandel sukzessive reduzieren.

Von Marco Maier

Li Kaqiang, der Premierminister der Volksrepublik China, warnte auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Tagung des Volkskongresses vor einem Handelskrieg zwischen seinem Land und den Vereinigten Staaten von Amerika: "Wir glauben, dass ein Handelskrieg niemandem nutzt, und niemand als Sieger aus einem Handelskrieg hervorgeht."

Der Ansicht der chinesischen Regierung zufolge widerspreche ein solcher Konflikt auch dem Handel an sich, zumal dieser durch Konsultationen, Verhandlungen und Dialog geführt werde. Deshalb müsse man vernünftig sein und emotionale Reaktionen verhindern. Man wolle "keinen Handelskrieg erleben", so Li.

Zudem sei die Volksrepublik auch nicht daran interessiert, dass andere Staaten ein großes Defizit im Handel mit China hinnehmen müssten. Man strebe eine ausgeglichene Bilanz von Exporten und Importen an, so der Regierungschef weiter. Man wolle den Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten reduzieren.

Li Keqiang sagte, das Handelsvolumen zwischen China und den USA habe im vergangenen Jahr 580 Milliarden US-Dollar erreicht. Der Handel zwischen beiden Ländern sei vor allem nach Markt- und Geschäftsregelungen gemacht worden. China werde in der Zukunft unter anderem die Dienstleistungen, die Fertigungsindustrie und Warenbranchen weiter öffnen. Gleichzeitig hoffe China darauf, dass die USA die Exporte von High-Tech-Produkten und hochwertigen Produkten nach China lockern. Ein wichtiges Mittel zur Ausbalancierung des Handels zwischen China und den USA dürfe nicht weggeworfen werden, so Li weiter.