Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban schwört seine Anhänger vor den Parlamentswahlen am 8. April ein. Er sieht die "größte Schlacht" der Geschichte auf seine Heimat zukommen.

Von Michael Steiner

Auf dem Platz vor dem Parlament in Budapest kamen zehntausende Menschen zusammen, um Premierminister Viktor Orban bei seiner Wahlkampfveranstaltung für die am 8. April stattfindenden Parlamentswahlen zu lauschen. Dabei stimmte er die Bevölkerung mit historischen Vergleichen auf harte Zeiten ein.

"Wir stehen vor der größten Schlacht", so der rechtskonservative Politiker vor seinen Anhängern. "Man will uns unser Land wegnehmen." Doch diesmal erfolge der Landraub nicht "mit einem Federstreich", wie es nach dem Ersten Weltkrieg bei den Diktaten der Siegermächte geschah, wobei Ungarn rund zwei Drittel seines Territoriums verlor und dazu noch viele ethnische Ungarn, die nun in den Nachbarstaaten leben mussten obwohl sie es gar nicht wollten.

Stattdessen, so der ungarische Regierungschef weiter, wolle man, "dass wir unser Land im Laufe mehrerer Jahrzehnte freiwillig anderen überlassen, Fremden, die von anderen Kontinenten kommen, (…) die unsere Kultur, Gesetze und Lebensform nicht respektieren." Dies stellt einen direkten Hieb in Richtung Brüssel und den Eurokraten dar, welche den Ungarn und anderen mittel-osteuropäischen Staaten mittels Umverteilung Asylbewerber aufs Auge drücken wollen, die dort aber gar nicht willkommen sind.

Langfristiges Ziel ist es nämlich, auch diese Länder zu multikulturellen Regionen avancieren zu lassen, wie dies in weiten Teilen West-, Mittel- und Nordeuropas schon der Fall ist. Dies sorgt jedoch in diesen Ländern für enormen Unmut, da man dort ja sieht, welche Probleme mit einem solchen Gesellschaftsmodell einhergehen.

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