Nationalrat in Wien. Bild: Flickr / Dennis Jarvis CC BY-SA 2.0

Vor dem Nationalrat attackierte ein Afghane einen Sicherheitsbeamten, konnte jedoch überwältigt werden. Am Montag erst griff ein Ägyptischstämmiger einen Wachsoldaten an und wurde dabei getötet.

Von Michael Steiner

In Österreich geht es derzeit rund. Innerhalb nur zweier Tage gab es schon zwei Islamisten-Attacken in der Alpenrepublik. Zuerst erst gestern am Montag vor der Botschaft der Islamischen Republik Iran, als ein Ägyptischstämmiger mit österreichischer Staatsbürgerschaft einen als Wache eingesetzten Bundesheer-Soldaten mit dem Messer attackierte, woraufhin dieser zuerst das Pfefferspray und hinterher die Dienstwaffe einsetzte und den Angreifer – der offenbar aus islamistischen Motiven heraus handelte – tötete. Und heute gab es erneut einen Zwischenfall.

Österreichischen Medienberichten zufolge hat ein Afghane einen Sicherheitsbeamten vor dem Nationalratsgebäude aus einem Auto gezerrt und attackiert. Auch der Wachmann setzte sich mit Pfefferspray zur Wehr. Daraufhin wurde der Angreifer von der Polizei festgenommen.

Über die Motive des Angreifers wurde zwar bislang noch nichts bekannt gegeben, doch angesichts der Umstände kann man durchaus davon ausgehen, dass auch hier ein Islamist am Werk war, der nach der IS-Taktik vorging, die bisher vor allem in Frankreich und Großbritannien angewendet wurde. Auch in diesen Ländern gingen islamisch-extremistische Einzeltäter immer wieder auf Polizisten und Soldaten los.

Österreich, welches bislang von islamistischen Anschlägen weitestgehend verschont blieb, scheint nun offenbar ebenfalls zum Ziel der Extremisten avanciert zu sein. Und das, obwohl sich Österreich militärisch nicht an den NATO-Kriegen beteiligt. Man fragt sich, ob dies nur der Auftakt zu größeren Terroraktionen darstellt.