Neuer Pazifischer Handelspakt: TPP-Nachfolger TPP-11 gegründet

Nachdem die Trump-USA aus dem Trans-Pacific-Partnership-Programm ausgestiegen sind, haben 11 ehemalige TPP-Mitmacher-Staaten von damals nun eine neue Organisation gegründet, die eine Fortführung des TPP werden soll – ohne die USA.

Von Viribus Unitis

Diese Organisation nennt sich Comprehensive and Progressive Trans-Pacific Partnership, oder CPTPP – in Kurzform auch TPP-11 genannt. Das alte TPP – mit den USA – wäre für 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung verantwortlich gewesen, die TPP-11 bringen es gerade mal auf 13 Prozent – aber auch nur wegen Ländern wie Kanada, Japan und Australien.

500 Millionen Einwohner bzw. Konsumenten, wobei Japan aktuell die größte Wirtschaftsmacht innerhalb dieser TPP-11 darstellt. Mitglieder sind die beiden NAFTA- Staaten Kanada und Mexiko, die südamerikanischen Staaten Peru und Chile, Neuseeland, sowie Vietnam, Brunei, Malaysia, Singapur sowie die Indo-Pazifik „Quad“-Mitglieder Japan und Australien.

Manche meinen, diese Gemeinschaft sei eine „Anti-Trump-Gemeinschaft“, die nun Trump unter Druck setzen könne und auch wolle. Das sollte man nicht so sehen, weil die Indo-Pazifik-Quad-Mitglieder Australien und Japan keinen Doppelkurs fahren können. Einerseits mit den Trump-USA und Modi-Indien, andererseits gegen  die Trump-USA, aber mit China (wie manche kolportieren) – das geht nicht.

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China ist nicht dabei, und wird auch nicht dazugehen – das Statement des chinesischen Außenministers im englischen Wortlaut (keine Übersetzung um Verfälschungen zu vermeiden):

“China did not participate in the CPTPP Agreement. However, China has always been a staunch supporter of trade liberalization and an important participant in Asia-Pacific regional cooperation and economic integration,” China’s foreign minister, Wang Yi, commented Thursday on the deal at a news conference.

“Of course, we also hope that the various free trade arrangements in the Asia-Pacific region will be able to communicate and coordinate with each other and form a benign interaction, playing a constructive role in their respective fields in resisting trade protectionism and building an open world economy.”

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Anmerkung: China ist in Lateinamerika bereits mit der China-CELAC vertreten, braucht hier also keine zusätzliche Organisation. Die beteiligten Länder sind mit bilateralen Verträgen bereits mit China ökonomisch verbunden, China hat Freihandelsabkommen (FTA) mit Australien und Neuseeland beispielsweise, sodass sich weitergehende "Clubs" auch aus China-Sicht erübrigen.

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