Die britische Premierministerin, Theresa May - Bild: Flickr / Number 10 CC BY-NC-ND 2.0

Mit ihren unbewiesenen Russland-Gift-Beschuldigungen verliert Teresa May jedes Vertrauen – nicht in Europa, die Europäer glauben sowieso alles – sondern in den wichtigen Zielländern Indien und China.

Von Viribus Unitis

Großbritannien erklärt, man wisse alles über Novichock, nun auch, welcher Stoff genau aus der Novichock-Familie verwendet wurde, und wo dieser Stoff in Russland hergestellt würde. Großbritannien stellt dar, dass Russland offensichtlich diesen Stoff aktuell produziert.

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Bloomberg berichtet über die Reaktion der britischen Regierung auf die Aussagen Russlands, die nicht nur jede Beteiligung am Anschlag sondern auch die Existenz von Novichock in Frage stellte.

Wir bitten um Verständnis dass wir keine Übersetzung machen, um Verfälschungen zu vermeiden.

Bloomberg: May will deliver a hard-hitting warning over the threat posed to the whole of Europe by Vladimir Putin’s government during a dinner with fellow leaders at the EU summit in Brussels on Thursday, a senior British official told reporters.“ und weiter British officials say the world — including the EU — must show Russia that the first use of nerve agent on European soil since the end of World War II will not go unpunished. One option being discussed between the U.K. and its allies is a wide wave of expulsions of Russian diplomats from embassies across the West. Und weiter British officials say the world — including the EU — must show Russia that the first use of nerve agent on European soil since the end of World War II will not go unpunished. One option being discussed between the U.K. and its allies is a wide wave of expulsions of Russian diplomats from embassies across the West.

Man will also erreichen, dass großflächig in ganz Europa und auch in Nordamerika russische Diplomaten ausgewiesen werden. Nicht nur das, Großbritannien kündigt volle Aufklärung bezüglich Novichock an.

Bloomberg: The U.K. says there is no doubt that the nerve agent used in the attack was of the type known as Novichok, which is manufactured in Russia…und weiter „Investigators in the U.K. now know exactly what type of nerve agent in the Novichok family was used, and precisely where in Russia it was made.

Premier May: Überfordert und in Panik- denn nichts läuft nach Plan

Briten-Premierministerin May bei ihrer Ankuft zum EU-Gipfel – ab Minute 2:20. Der Reporter fragt eigentlich nach dem Hitler-Vergleich, den der britische Außenminister Johnson gezogen hat. May weicht dem aus, und sagt:

What i´m going to be, adressing today and focussing on today at this EU Council is the mutual opportunities and challenges that we are facing together als closed friends and allies. Now, russia sets a brace and reckless attack against the united kingdom when it attemted to murder of two people on the streets of Salisbury. I´ll be raising this issue, with my counterparts today, because its clear, that the russian threat does not respect borders, and indeed, the incedent in Salisbury was part of a pattern of russian aggression against Europe and its near neigbours, from the western balkans to the middle east. Today also … (Terror- Thema)

Damit hat die britische Regierungschefin klar dargelegt, dass es nicht mehr den Verdacht gäbe, dass Russland diese Gift-Attacke gesetzt hat, sondern dass dies bewiesen sei – man beachten den Wortlaut – genau das wurde ausgedrückt.

Auch die Formulierung „from the western balkans to the middle east“ ist zu beachten, denn damit wird indirekt Syrien angesprochen. Die Phrase „from the western balkans to the middle east“ kommt bei Minute 4:15 bis 4:25 noch einmal vor.

Was wir hier sehen, ist eine überforderte Person, die weder mit sich, noch mit den ihr gestellten Aufgaben zurecht kommt. Da gibt es keine Nerven mehr, nur mehr gut überspielte Panik. Nichts läuft wie es soll, nichts läuft wie geplant.

Anmerken sollte man, dass derartiges von Merkel selbst in ihren schlimmsten und tiefsten Zeiten nicht zu bemerken war. Merkel hat schreckliche Fehler gemacht, eigentlich fast nur Fehler, aber Merkel hat selbst in härtesten Zeiten die Nerven bewahrt. Bei aller berechtigten Kritik an Merkel – so wie May hat sie sich nie gehen lassen. Merkel ist May in Übersicht und Selbstbeherrschung um Lichtjahre voraus.

Beide Damen können sich aber nicht mit der wahren Grande Dame Europas im Rahmen von strategischem Geschick und umsichtiger Planung messen. Beide sind nur schwache Schatten im Vergleich zu Margret Thatcher!

Wie auch immer, Mays Panik hängt auch damit zusammen, dass sie Ihre internationale Taktik als nicht funktionierend sieht. Zielländer – naja das sind doch die EU- Länder mag man meinen. Ja schon auch, richtig, aber eben auch. Fix geplant war mit dieser Gift-Geschichte Indien und vor allem Russlands engsten Verbündeten China von Russland zu distanzieren. China sollte es unmöglich gemacht werden, weiter an Russlands Seite zu stehen. Weder Indien noch China haben Ihre engen Bande zu Russland in Frage gestellt.

Mit der aktuellen EU-Aktivität hofft May, in der EU genug Gewicht und vor allem Aktionen gegen Russland zu bekommen, um ein starkes Statement an Indien und China zu senden.

Zielländer Indien und China: Wissende Zurückhaltung nach Panama-Erfahrungen

Haupt-Zielländer waren Indien und vor allem China – und beide Länder reagieren nicht wie von den Briten erwartet. Die Länder berichten in kleinem Rahmen was denn alles rund um die Gift-Geschichte so läuft. Einfache Darstellung der Ist-Zustände, mit voller Darstellung der Position Russlands. Das Ganze wird aber auf sehr kleiner Flamme gehalten. Das hat seinen Grund – Erfahrung!

Im April 2016 gab es die Panama-Papers-Geschichte. Panama war ein dualer Angriff. In Europa wurden Graphiken publiziert, die Putin und seine Akteure zeigten, mit den jeweiligen Beträgen und wo sie denn vermutlich investiert seien (vermutlich – denn Beweise hatte man keine). Das gleiche gab es in Asien, nur dort zeigten die Graphiken China-Präsident Xi und seinen Akteuren, und wie die denn Offshore und so ihr Geld und so weiter anlegen würden.

Zwei Tage vor Beginn der Kampagen – so knapp dass man nicht mehr stoppen konnte – informierte Russland auf diversen Kanälen von der geplanten Aktion. Dargestellt wurde, dass Putin eben dabei dargestellt werden würde und auch die Namen jener die mit Putin angeprangert werden würden, wurden ganz offen schon zwei Tage vorher genannt. Russland wusste was kam, und auch China wusste was kam – beide Geheimdienste waren vorbereitet.

Am ersten Panama-Kampagnen-Tag sprach alles von Putin und ein bisschen Xi. Am zweiten Panama-Tag sprach man von Putin und vom britischen Premier Cameron, dessen Vater wohl diese Offshore-Geschichten mit erfunden hatte und Cameron selbst, der offshore-mäßig investierte. Am dritten Tag sprach man nur mehr von Cameron – und zwar von Paris bis Peking.

Die Kampagne gegen Putin und auch Xi brach zusammen, weil Russland – für die Europa-Abwehr zuständig – eine so perfekte Gegen-Kampagne gefahren hatte, dass diese nicht nur Europa sondern auch Asien aufräumte. Cameron in aller Munde – von Paris bis Peking. Am vierten Tag gab es von Seiten der Medien kein Panama mehr. Den Medien war angeordnet worden die Kampagne einzustellen. Als Effekt hatte man einen politisch schwer geschädigten britischen Premier – nämlich Cameron – der sich politisch davon nie wieder erholen sollte.

Was die Europäer bis heute nicht begriffen haben ist, dass sie damals mit den Panama-Papers Schulungen durchgeführt haben. Indiens Modi und Chinas Xi begriffen, die Angriffe gegen Putin und Russland können sehr schnell auch gegen Xi und China geführt werden, und wenn Xi und China betroffen ist, das große China mit Xi ware Angriffsziel, dann kann es auch Indien und Modi erwischen. Modi und seine Berater erkannten damals, dass sich die größenwahnsinnigen Soros-Aktivisten aus USA und Europa auch an große Länder wie China wagten und auch andere große Länder wie Indien nicht verschonen würden.

Diese Schulungen wurden ergänzt ab 2016 mit der West-Kampagne gegen Trump. Man schreckte vor nichts zurück, vor keiner Lüge, keiner Schweinerei um ihn fertig zu machen. Beide Staatschefs, Xi und Modi, und ihre clever analysierenden Berater, erkannten das System. Beiden war – und ist – bewusst, dass sie selbst jederzeit – bei Xi wieder – Zielpersonen dieser West-Lügen-Verleumdungs- und Vernichtungssystematik werden können.

Nun läuft gegen Putin diese surreale Gift-Geschichte, die bei beiden Ländern nicht greift. Nicht greift wegen der Panama-Papers Erfahrungen, wegen der Anti-Trump-Kampagnen-Erfahrungen, und wegen Ihrer OPCW-Mitgliedschaft.

Beide Länder, Indien und China, sind Mitglieder der OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons) und haben – wie jedes Mitgliedsland – ihre Experten dort sitzen. Sie wissen dass weder ein Einzelstoff Novichock dort registriert ist und schon gar keine Kampfstoff-Familie mit Namen Novichock. Beide Länder wissen, dass May und Johnson in Bezug auf Novichock lügen, dass sich die Balken biegen.

Warum sich also gegen Putin wenden, wenn der doch scheinbar unschuldig ist. Warum Europäer politisch Stärken, mögen sich Modi und Xi denken, wenn doch diese Europäer bei nächster Gelegenheit, mit ihrer Stärke, gegen Modi und Xi vorgehen würden – ohne Skrupel.

Xi darf sich schon mal fragen, wenn diese Akteure mich wieder als Zielperson ausersehen werden, vielleicht ein zwei Wochen oder in zwei Monaten, was werden sie mir vorwerfen? Wenn sie Putin schon den Einsatz chemischer Waffen auf Europas Straßen vorwerfen, was haben die dann für mich bestimmt? Werden sie mir dann nukleare Verseuchung rund um den Pariser Eiffelturm vorwerfen – oder was haben die für mich auf Lager?

Was Europa nicht bedenkt, ist die Außenwirkung die Europa hat und macht. Inder und Chinesen sind beide Länder, deren Fachleute, Militärs, Analýsten, Geschäftsleute, Politiker, etc, deren qualifizierte Zuseher also, sowohl Computer besitzen, als auch Internet, sie können auch englisch, und manche auch deutsch.

Wenn nun May ihr Statement bringt, das eigentlich nur für die Euro-Öffentlichkeit gedacht ist und das die Euro-Medien gemäß vorgaben nur richtig platzieren sollten, wenn sie also dieses Statement macht, dann denkt sie nicht daran, dass Inder und Chinesen auch zusehen. Das hier, hören und sehen auch Inder und Chinesen:

What i´m going to be, adressing today and focussing on today at this EU Council is the mutual opportunities….siehe Zitat oben!

Inder und Chinesen wissen was läuft, und vor allem, sie wissen was sie von den Europäern zu halten haben. Wer Europäern vertraut – so haben Inder und Chinesen gelernt – der ist selbst schuld! Europäern darf man nicht vertrauen!