Lehrer im Klassenzimmer.

An immer mehr Schulen mit hohem Migrantenanteil gibt es massive ethnische und religiöse Konflikte. Die Zuwanderung schafft Probleme.

Von Michael Steiner

Der Deutsche Lehrerverband (DL) sieht wachsende Probleme an den Schulen, die vor allem der Migration geschuldet seien. Muslimische Schüler an Berliner Grundschulen haben nicht nur Enthauptungsvideos des "IS" verbreitet, sondern auch Morddrohungen gegenüber jüdischen Schülerinnen geäußert. Auch sonst komme es immer wieder zu Übergriffen und Problemen.

Der Präsident des Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagte gegenüber der "Bild", dass dies "Gott sei Dank noch kein flächendeckendes Problem an deutschen Schulen" sei, "Aber es gibt eine wachsende Polarisierung und Verschlechterung der Zustände an Problemschulen in Brennpunkt-Bezirken. Beispiele finden sich in großen Ballungsräumen wie Berlin oder dem Ruhrpott. Auch dort, wo eine einseitige Sozialstruktur besteht oder eine bestimmte Quote an Migranten überschritten wird, kann es verstärkt zu Konflikten kommen."

Insbesondere Schulen mit einer Migranten-Quote von über siebzig Prozent seien davon betroffen. Und wo "zusätzlich sozial-religiöse Konflikte zwischen Schülergruppen existieren, kann Schule selbst zum Austragungsort von Auseinandersetzungen werden", sagte Meidinger weiter. "Zu einem unter den Migranten selbst, zum anderen aber auch gegenüber den deutschen und jüdischen Mitschülern. Dabei erleben wir von den unterschiedlichen Seiten sowohl antisemitische als auch antichristliche, aber auch ausländerfeindliche Ausfälle."

So stellt er fest: "Manche Schulen werden inzwischen von privaten Wachdiensten beschützt. Sie sollen in den Gebäuden, auf den Schulhöfen und an den Eingängen für Sicherheit sorgen. Das ist zwar gleichbedeutend mit einer Kapitulation der Pädagogik, aber zum Teil auch nachvollziehbar, denn immer wieder bringen Schüler Messer oder Reizgas-Sprays mit in die Schule. Wenn wir bei der Integration in diesen Problembezirken keine Fortschritte machen, drohen amerikanische Verhältnisse. Und an einigen Brennpunkt-Schulen in Problembezirken laufen wir Gefahr, dass die Situation außer Kontrolle gerät. Das dürfen wir nicht zulassen."

Es habe zwar schon vor der Migrationskrise "massive Integrationsprobleme in einer Reihe von Brennpunktregionen" gegeben, so Meidinger. Aber durch "den Zustrom nach 2015 hat sich aber der Problemdruck noch einmal verschärft." Da die deutsche Politik an der anhaltenden Zuwanderung aus muslimischen Ländern jedoch nichts ändert, muss man davon ausgehen, dass die Anzahl der Problemschulen noch weiter ansteigen wird.