Ein M1A1 Abrams der US Army.

Kommt der große US-Einmarsch in Syrien? Offenbar bereitet sich das US-Militär mit der Verlegung von Panzern und anderem Kriegsgerät vor.

Von Marco Maier

Das Pentagon hat erst kürzlich umfangreiches Kriegsgerät nach Jordanien verschifft. Demnach kamen M1A2 Abrams Kampfpanzer, M113 medizinische Evakuierungsfahrzeuge und M2A3 Bradley als Truppentransporter im Aqaba Industriehafen in Jordanien an. Offiziell um an der jährlichen Militärübung "Eager Lion" dort teilzunehmen. Allerdings könnten die Verbände auch in dem Nachbarland Syriens stationiert bleiben, um von dort aus dann auch in Syrien einzugreifen.

Doch die Amerikaner sind nicht die einzigen, die dort an dem Militärmanöver teilnehmen. Auch diverse arabische Länder (im Jahr 2016 waren es z.B. Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und andere US-Alliierte in der Region) werden in diesem Jahr mit dabei sein und nicht weit von der syrischen Grenze entfernt ihre Übungen abhalten. Dies wird in Damaskus selbstverständlich nicht gerade mit Freude aufgenommen.

Angesichts dessen, dass man inzwischen einen False-Flag-Vorfall (insbesondere einen Giftgas-Angriff) in Syrien erwartet, der für die Amerikaner und deren Verbündete ein militärischer Interventionsgrund darstellen soll, wäre die entsprechende militärische Präsenz direkt an der Grenze zum südlichen Syrien ein enormer Vorteil für das Pentagon. Da auch die Israelis direkt in der Nachbarschaft sind und mit den Westmächten und den Arabern verbündete islamistische Milizen in der Ecke agieren, wäre ein gemeinsamer Vorstoß nach Damaskus kaum ein Problem.

Nun stellt sich nur noch die Frage, wann es denn so weit sein wird. Die Amerikaner haben längst klar gemacht, dass sie nach Syrien gekommen sind um dort zu bleiben. Auch ohne Einladung der syrischen Regierung, wie dies an die Russen, Iraner und Chinesen ergangen war. Denn das ursprüngliche Ziel der US-Eliten, Präsident Assad zu stürzen und ein Marionettenregime zu installieren, steht immer noch auf der Agenda.