Armer Grieche durchsucht Müllcontainer in Athen. Bild: Flickr / Ciacomo Gasperini CC BY-SA 2.0
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Die griechische Wirtschaft ist weiterhin völlig desolat. Besserung der Lage? Von wegen!

Von Marco Maier

Wie das griechische Statistikamt Elstat mitteilt, lag die offizielle Arbeitslosenquote im letzten Quartal 2017 bei 21,2 Prozent, was gegenüber dem Vorquartal ein leichtes Plus darstellt. Da betrug sie 20,2 Prozent. Zwar stellt dies gegenüber dem Vorjahresquartal nach wie vor eine Verbesserung dar, zumal sich die Arbeitslosenquote dort noch 23,6 Prozent belief, doch diese Zahlen sind nur wenig aussagekräftig.

Denn einerseits sind in den letzten Jahren hunderttausende Griechen ausgewandert, andererseits sind inzwischen rund ein Drittel der in der Privatwirtschaft beschäftigten Griechen (rund 555.000) nur noch auf Teilzeitbasis beschäftigt, während dies vor der Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007 dort faktisch unbekannt war. Zudem haben zumindest nach offiziellen Zahlen 42,3 Prozent der jungen Griechen im letzten Quartal 2017 keine Arbeit.

Wenn man nun bedenkt, dass sich viele Griechen nach so vielen Jahren der Arbeitslosigkeit und ohne nunmehr Unterstützung zu erhalten ohnehin nicht mehr als arbeitslos melden, liegt die tatsächliche Erwerbslosenquote ohnehin weit über dem offiziellen Niveau. Mindestens zwei Drittel der Erwerbsbevölkerung gilt als un- bzw. unterbeschäftigt. Vor allem wenn man bedenkt, dass in dem zehn Millionen Einwohner zählenden Land insgesamt nur (siehe Teilzeit-Beschäftigte oben) rund 1,5 Millionen Griechen tatsächlich in der Privatwirtschaft arbeiten.

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Angesichts dessen, dass der Staat massiv abgebaut hat und die Steuern massiv anzogen, wodurch ein immer größer werdender Teil des im Lande erwirtschafteten Geldes zu den Gläubigern fließt, darf man sich über diese weiterhin negative Entwicklung nicht wundern. Eigentlich kommt dieses Land um einen kompletten Neustart (auch in Sachen Staatsstruktur) nicht umhin.

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