Gaddafi-Mörder Sarkozy wegen „Libyen-Verbindungen“ vor Gericht

Libyen lässt Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy nicht los: Erst soll er Wahlkampf-Gelder von Gaddafi angenommen und später dessen Ermordung angeordnet haben.

Von Marco Maier

Laut französischen Medienberichten wurde der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy wegen der Bezichtigung der Annahme illegaler Spenden von Libyens damaligem Staatschef Muammar al-Gaddafi während seines Wahlkampfs im Jahr 2007 erst zwei Tage lang von der Polizei arrestiert und nun unter gerichtliche Kontrolle gestellt. "Nach zwei Tagen im Polizeigewahrsam ist der Ex-Präsident Frankreichs, Nicolas Sarkozy, am Mittwoch passiver Korruption, illegaler Finanzierung des Wahlkampfs und der Verschleierung libyscher öffentlicher Gelder beschuldigt worden", so die Zeitung "Le Monde".

Schon im Jahr 2012, nur kurz nach der Ermordung Gaddafis, wurden Vermutungen laut, der konservative Politiker habe damals insgesamt 50 Millionen Euro an Spendengeldern aus Libyen erhalten. Die französische Politik, die weithin dafür bekannt ist (siehe auch hier und hier) käuflich zu sein, ist bei solchen "Geschenken" nicht gerade zimperlich.

Besonders interessant ist, dass im selben Jahr (wie ein Artikel des britischen Portals "Mail Online" zeigt) auch Vorwürfe laut wurden, Sarkozy hätte im Jahr zuvor, als NATO-Kräfte Libyen bombardierten und diverse "Rebellengruppen" das Land ins Chaos stürzten, die Ermordung seines Amtskollegen angeordnet. Ein französischer Geheimdienstmitarbeiter erklärte damals, dass er den gewalttätigen Mob damals infiltrieren musste um den libyschen Staatschef mittels Kopfschuss zu töten.

Schon damals wurden Vermutungen laut, Sarkozy habe mit der Ermordung Gaddafis verhindern wollen, dass etwaige Geheimnisse ans Tageslicht kommen, welche besser mit Gaddafi im Grab landen. Denn der langjährige Herrscher Libyens, den Sarkozy in Paris zuvor immer wieder herzlich empfing, drohte angesichts der massiven französischen Bemühungen ihn zu stürzen damit, Details seiner Beziehungen mit Sarkozy zu veröffentlichen. Das konnte der konservative französische Politiker natürlich nicht zu lassen.

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