Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Bild: © Sputnik/ Kirill Kallinikov

Sollten die USA einen gefaketen Giftgas-Angriff in Syrien zum Vorwand nehmen, dort militärisch einzugreifen, will Russland entsprechend "antworten". Wenn russische Einheiten in Gefahr sind, werde man die Raketen und jene die sie abfeuern vernichten.

Von Marco Maier

Ein direktes Aufeinanderprallen zwischen den USA und Russland in Syrien wird angesichts der ganzen Entwicklungen immer wahrscheinlicher. Die Worte von Außenminister Lawrow und Generalstabschef Gerasimow, in Richtung Washington, sprechen hierbei eine klare Sprache.

Der russische Chefdiplomat Lawrow und der Chef des russischen Generalstabs, Valery Gerasimow, teilten hierbei heftigst aus. Gerasimow behauptete dabei, dass Moskau "vertrauenswürdige Informationen" dafür habe, dass von den USA unterstützte Rebellen Vorbereitungen dafür treffen würden, "einen Chemiewaffeneinsatz der Regierungstruppen gegen Zivilisten vorzutäuschen". Also eine klassische False-Flag-Aktion eben, um so einen Grund für eine massive Militäroperation gegen die Assad-Regierung zu starten.

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Dabei warnte Gerasimow, dass Russland "Vergeltungsmaßnahmen" durchführen werde, sollten die USA jene Gebiete ins Visier nehmen, in denen sich das russische Militär in der syrischen Hauptstadt befinde. "Russische Militärberater, Vertreter des Zentrums für Versöhnung und Militärpolizisten" seien derzeit in Damaskus. Sollte deren Leben in Gefahr sein, würde man beides ins Visier nehmen: Die Raketen selbst und jene, die sie abfeuern.

Kurz vor ihm übte Lawrow massive Kritik am US-Vorgehen und die Anmerkungen von der US-amerikanischen UN-Botschafterin Nikki Haley über die Bereitschaft Washingtons "Damaskus zu bombardieren und sogar den Präsidentenpalast von Bashar al-Assad, ungeachtet der Präsenz von russischen Vertretern dort". Dies sei "eine absolut verantwortungslose Stellungnahme", so der russische Topdiplomat.

Das heißt nichts anderes als: Moskau droht den Amerikanern (und der NATO) mit massiver Vergeltung, sollten sie einen Giftgaseinsatz inszenieren um ihn der syrischen Regierung in die Schuhe zu schieben und daraufhin das ursprüngliche Ziel der Entfernung Assads von dessen Posten als Präsident (mit allen Mitteln) durchzusetzen. Wird Assad attackiert, dann auch Russland. Das ist die eigentliche Botschaft. Die Frage ist nur, ob man das in Washington auch so versteht.

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