Euro-, Dollar- und Pfundnoten.

Bei der EU liegen die Nerven blank. Sollte Großbritannien, welches aus der EU austritt, eine Befreiung von den US-Strafzöllen akzeptieren, so würde dies EU-Rechtsverfahren nach sich ziehen und Zusatzkosten beim Brexit fällig werden – so die Drohungen der EU.

Von Viribus Unitis

Mitgeteilt wurde den Briten, EU-Chef-Brexit-Verhandler Michel Barnier würde eine Annahme dieser Ausnahme – also eine Befreiung von den Strafzöllen – als Vertrauensbruch sehen.

Grundsätzlich angesprochen hatte dieses Thema der Finne Jyrki Katainen, Vizepräsident der EU-Kommission und zuständig für Beschäftigung, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Katainen hatte erklärt – Originale Englisch-Version um Verfälschungen zu vermeiden “We expect the whole EU to be treated as a trading bloc.“ und weiter “We cannot accept that the EU is divided into different categories. All our Member States are bound to the same set of rules when it comes to trade.“

Er nahm damit Bezug auf Trumps Verhandlungs-Vorgabe, dass diese Ausnahmen von den Strafzöllen von „individual nations“ beantragt werden könnten, nicht von supra-nationalen Organisationen wie der EU.

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Grundsätzlich ist diese Entwicklung für die Trump-USA äußerst positiv. Wenn sich alle diesem Diktat unterwerfen – keine Einzelverhandlungen mit den Trump-USA, nur die EU verhandelt – dann sind eben alle von den Strafzöllen voll betroffen. Genau das hat Trump so gewollt. Damit wären fast alle zufrieden. Die EU ist zufrieden, weil es keine Einzelverhandlungen gab, die Einzelstaaten sind zufrieden, weil sie der EU gehorchen durften, nur die Stahlhersteller und deren Arbeiter sind nicht zufrieden, weil ihre Produkte nun den US-Strafzöllen unterliegen.

Der britsche Handelsminister Liam Fox hatte in einer Rede vor der Britischen Handelskammer die EU beschuldigt, bei den Brexit-Verhandlungen wie ein Verbrecher-Bande zu agieren: 'The idea of punishing Britain is not the language of a club, it's the language of a gang.' Fox will trotz aller Brüssel-Drohungen nächste Woche in die USA fliegen, um dort wegen der Strafzoll-Ausnahme zu verhandeln.

Man darf gespannt sein, wie das britische Strafzoll- Abenteuer ausgeht.

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