Die britisch-russische Gift-Geschichte schaukelt sich immer weiter auf – wird immer mehr von den Euro-Mächten aufgeschaukelt. Man darf die Bibel bemühen „Denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Von Viribus Unitis

Aktuell wird in schnellem Tempo die Situation mit Russland verschärft. Die USA als mitbeteiligt an dieser Aktion, auch als planend führend beteiligt, aber nicht politisch-medial in der Sache führend. Als Scharfmacher profilieren sich gerade führend die Briten. In ihrem Fahrwasser die Deutschen, hier vor allem Verteidigungsministerin von der Leyen und Außenminister Maas.

Britischer Außenminister Johnson: Russland hat den chemischen Kampfstoff hergestellt und ein großes Lager davon

Am Samstag hatte der britische Außenminister Johnson mitgeteilt, dass Großbritannien Daten vorlägen, die mit überwältigender Wahrscheinlichkeit darstellen, dass Putin das Attentat persönlich angeordnet habe. Am Sonntag wurden die Beschuldigungen gegen Russland durch Johnson ausgeweitet:

… about russian stockpiles of chemical weapons. We actually have evidence, within the last ten years, russia has not only been investigating te delivery of nerve agents for the purposes of – of assassination, but has also been creating and stockpiling novichoc. …

Die britische Regierung sagt damit dass sie Beweise für dies alles hätte. Das ist interessant, denn in allen internationalen Erklärungen – von NATO, EU, ja den Briten selbst wird beim angeblich verwendeten Giftstoff immer die Phrase „of a type, developed by russia“ verwendet. Keine der Erklärungen sagt definitiv, dass der verwendete Giftstoff in Russland hergestellt wurde.

Nun teilt Johnson mit, dass die Russen von genau den verwendeten Giftstoff nicht nur produziert und damit auch Attentatspläne entwickelt hätten, sondern auch ein Lager dieses Giftstoffes besäßen. Und – das ist das weitere Besondere – Johnson sagt, die Briten hätten dafür Evidence – also Beweise.

Warum schreiben dies dann nicht auch die NATO und die EU genau so in ihre Erklärungen? Warum wird dort die „of a type, developed by russia“ – Darstellung verwendet? Die Briten haben doch die Beweise dafür – wie Außenminister Johnson sagt.

Deutschland: Ohne Beweise volle Schuldzuweisung an Russland und Verschärfung der Situation

Briten und Deutsche gehen gerade in Abstimmung gegen Russland vor. Wer auch dabei ist, aber nicht so sichtbar, sind die Franzosen. Macron hatte im Februar eine telefonische Auseinandersetzung mit Putin und wird im Mai zu einem Staatsbesuch nach Russland reisen.

Frankreich ist dabei, allerdings politisch unterstützend und nicht militärisch-intensiv. Frankreich ist in Westafrika militärisch intensiv engagiert und gebunden. Dort, in den französisch-europäischen Finanzkolonien der CFA-Zone (14 afrikanische Staaten, gemäß UN-HDI die ärmsten der Welt, mit mehr als 175 Millionen Einwohnern) sind die Quelle der Flüchtlings- und Migrationsströme aus Westafrika und Kriegsgebiet seit Jahren (in Deutschland als Mali-Einsatz bekannt). Frankreich hat ein Afrika-Problem das es militärisch bearbeiten muss, dass militärische Kräfte bindet, und kann deshalb nicht so intensiv am Syrien-Problem militärisch mitmachen.

Was Frankreich an Kapazität fehlt, machen die Deutschen durch doppelten Eifer wieder wett. Die FAZ berichtet: Sie erinnerte an das Attentat auf den früheren Agenten Alexander Litwinenko: Russland habe 2006 einen Spion in Großbritannien mit radioaktivem Material getötet. „Russland muss seinen Teil zur Aufklärung beitragen“, verlangte die CDU-Politikerin.

Das die Russen Litvinenko getötet haben, ist nicht geklärt. Die britischen Berichte darüber sprechen immer von „Möglichkeit dass es die Russen waren“, haben aber keine Beweise das es so ist, und dies auch nie so dargestellt. Von der Leyen lügt hier sehr bewusst, indem sie die Russen als Täter darstellt, obwohl nicht mal die Briten selbst dies so darstellen.

Auch die aktuelle Geschichte wird von von der Leyen angesprochen. Zitat: London wirft Moskau vor, für den Mordanschlag an dem früheren Spion und dessen Tochter mit Nervengift in Südengland verantwortlich zu sein. Die Bundesverteidigungsministerin sagte: „Das ist eine schaurige Waffe, die dort eingesetzt worden ist.“ Das Attentat sei ein „schwerer Bruch aller internationaler Abkommen, was Chemiewaffen angeht“. Und weiter: „Es ist eine schwere Gefährdung von unendlich vielen Unschuldigen.“ Sie werde am Donnerstagnachmittag mit ihrem britischen Amtskollegen Gavin Williamson telefonieren, der ihr Hintergründe zur Tat aufzeigen wolle.

Aktuell ist völlig unklar, von wem das genutzte Gift stammt – siehe Formulierung „of a type, developed by russia“. Dass Russland hier von von der Leyen in die Pflicht genommen wird, ist unkorrekt und eine gezielte Lüge.

Und weiter – die Syrien-Verbindung wird hergestellt – Zitat: Von der Leyen zog eine Verbindung zum Engagement Russlands im Syrien-Krieg an der Seite des Präsidenten Baschar al-Assad: „Wir sehen, wie der Verbündete Assad Giftgas einsetzt. Russland ist der Verbündete von Assad. Deshalb ist es für Russland entscheidend aufzuklären, was dort geschehen ist.“

Russland und Syrien bestreiten, dass das Giftgas von Assad eingesetzt wurde und bezeichnen diese Giftgas-Einsätze als gezielte Provokationen, um Russland und Assads Syrien zu diskreditieren. Deutschland ignoriert dies, der neue Außenminister Maas ergänzt von der Leyen und sagt in der „Zeit“: "Das kann nicht folgenlos bleiben".

Trump: Außenminister war schon lange fällig – wurde aber erst bei Timing-Verwendbarkeit abgesetzt

Der alte Außenminister Tillerson hatte gerade noch Zeit um den Briten die Solidarität der USA zu versichern – dann war er abgesetzt. Nicht wegen der britischen Gift-Geschichte, sondern weil er schon lange fällig war. Und doch auch wegen der britischen Gift-Geschichte, weil es jetzt strategisch gut passte.

Die USA sind derzeit ohne Aktivität in der britischen Gift-Geschichte. Der alte US-Außenminister (Tillerson) ist weg, und darf nichts mehr sagen. Der aktuell geschäftsführende US-Außenminister (Sullivan) ist korrekt genug, als nicht politisch Ernannter, zur britischen Gift-Geschichte nichts zu sagen. Der neue US-Außenminister (Pompeo) ist noch nicht Außenminister, so lange er vom Senat nicht bestätigt ist – das Hearing soll im April stattfinden, wann genau weiß man noch nicht – Pompeo jedenfalls darf zur Sache noch nichts sagen. Die USA sind damit aktuell ohne Stimme.

Nun mögen manche diese US-Sprachlosigkeit dem Zufall zuordnen. Auf Grund des bekannten Trump-Personal- Chaos ist zufällig im Rahmen des Zufalls diese Situation durch zufällige Zufälle entstanden, wie der Zufall eben so will – ganz zufällig.

Seit wann entstehen in Trumps Weißem Haus zufällige Zufälle? In Trumps Weißem Haus gibt es (fast) nur strikt geplante Abläufe. Wenn die Tea Party agiert (und das tut sie bei Trump im Weißen Haus), dann will sie den Zufall ausschließen und den Zufall durch die geplant-gewünschte Ablauf- Fixierungen ersetzen. Tea Party? Ja, Tea Party, Trump das ist Tea Party in ihrer reinsten Form.

Trump könnte den USA in diesem britischen Gift-Fall Stimme geben. Ein paar Tweets über Twitter, dahingehend wie er denn die Gift-Geschichte sieht, und … nun Tweets in der Form wie wir sie zur Genüge von Trump kennen. Das besondere zu diesem Thema: es gibt keine Tweets zur britischen Gift-Geschichte von Trump.

Trump wittert die Falle und lässt Europäer in die Falle tappen

Die USA, wenn sie irgendwo mit dabei sind, sind nicht nur dabei, sondern wenn dann führend dahingehend tätig. Auch in diesem Fall war es so. Pompeos CIA führte die Grundsatzplanungen der Aktion. Was man aber fragen sollte – „Wer hat´s erfunden?“.

Betrachtet man den Ablauf, so darf man vermuten – nicht die Trump-USA. Hätten die Trump-USA dies erfunden, würden sie führend aktiv sein – siehe auch die Zoll-Aktivitäten die derzeit laufen, wo Trump und seine Akteure maximales Profil zeigen.

Wer hat´s erfunden – vielleicht die Soros-USA? Syrien ist zur Klärung seit langem fällig und eine harte Aktion gegen Russland würde dringend gebraucht. Wenn man nun also in Syrien gegen Russland aktiv wird, dann hat man beide Problemzonen auf einmal bearbeitet. Nur, würde Trump dabei mitmachen? Ja, denn er muss!

Der Trick ist denkbar einfach. Wenn Trump den Euro-Verbündeten die Gefolgschaft in Syrien verweigert, dann ist er fällig – als Russenfreund gebrandmarkt. Wenn Trump aber mitmacht, und die Syrien-Geschichte schiefgeht, werden die Euro-Verbündeten Trump die Schuld geben. Eine vermeintlich perfekte Falle – gut geplant.

Was aber, wenn Trumps Strategen – oder er selbst – diese Falle erkennen. Dann sorgen sie dafür, dass die Europäer sich so weit als möglich selbst in die Verantwortung drängen – freiwillig versteht sich – und damit die Verantwortung für die nachfolgenden Ergebnisse auf sich ziehen.

Europa: Mit Polit-Naivität in den Profilisierungsrausch

In Europa nimmt man diese durch Trump bewusst geschaffene US- Lücke – kein politisch aktiver US-Außenminister vorhanden – als Trump-Chaos zur Kenntnis und nutzt die vermeintliche Chance, um sich zu profilieren – siehe obige Beispiele.

Monatelang hatte man 2017 davon gesprochen, Europa müsse eine eigene militärische Identität aufbauen, eigene militärische und politische Kontur zeigen. Nun, so meint man in London, Paris und Berlin, sei die Zeit gekommen. Das Trump-Personal-Chaos gibt – so meint man – die Gelegenheit dafür. Trumps Chaos-Fehler als Europas Möglichkeiten, so die Meinung dahingehend.

May und Johnson nehmen die Gelegenheit wahr, um sich als sicherheitspolitische Führer Europas zu profilieren. Es ist zwar Brexit und die Briten treten aus der EU aus, aber im Gegenzug kann man doch die eigene Position so ausbauen, dass man die erste Europa-Geige in der NATO spielt.

Was aber, wenn Trump kein Chaos hat – Chaos würde seine pingelig planende Tea Party-Truppe niemals zulassen – sondern wenn Trump sich sehr bewusst zurückhält – sehr bewusst genau jetzt den Außenminister der schon lange fällig war austauscht, genau jetzt wo dieser Wechsel sehr gut passt, jene US-Lücke schafft, die er haben will und auch so braucht.

Was ist, wenn Trump mit der kommenden Syrien-Niederlage öffentlich nicht nachhaltig in Verbindung gesetzt werden will? Was wenn er gerne Europa die Profilierung überlässt – und dann auf Basis dieser Profilierung auch die Syrien-Niederlage-Verantwortung in Europa gesucht werden muss?

Russlands militärische Überlegenheit: Syrien als Präsentationsfläche und West-Schulung

Es waren die USA die Hauptbetroffen waren, im Herbst 2015, in Syrien, von der russischen Elektronik-Offensive. Man darf mit Sicherheit annehmen, dass die USA genau wissen, wie stark oder schwach Russland ist. Man darf davon ausgehen, dass Trump weiß, dass seine militärischen Möglichkeiten gegen Russland endenwollend sind.

Die acht Obama-Jahre – Geld wurde an die Rüstungsindustrie in Massen verteilt, aber keine Gegenleistungen erbracht – diese acht Jahre haben den USA den Rüstungsvorsprung zu den Russen gekostet. Diese acht Obama-Jahre haben Putin-Russland an den USA vorbeiziehen lassen, zur stärksten Militärmacht am Globus gemacht.

Trump ist im Nachteil, in militärischem Rückstand gegenüber Russland und in seinem einem Amtsjahr konnte er nicht das aufholen, was Obama in acht Jahren versäumte. Man darf davon ausgehen, dass Trump genau weiß, wann er mit harter Hand seine Tweets verfasst, und wann er das Twittern lassen soll.

Trump hat die PR-Falle erkannt, die für ihn aufgestellt war und noch ist und ist dieser mit der Ablösung von Tillerson bisher geschickt ausgewichen. Die Europäer merken nicht mal, dass sie in ihrer eigenen für Trump gestellten Falle, gerade selbst alles tun, um diese Falle für sich selbst zufallen zu lassen.

Trump weiß, welche Erfahrungen seine Luftwaffe mit den Russen und ihren Systemen gemacht hat. Trump weiß, die Geschichte ist nicht zu gewinnen. Trump tut alles, um sich aus der Syrien-Geschichte so weit als möglich rauszuhalten.

Trump fährt eine Doppel-Strategie: Die Verbündeten werden militärisch jede Hilfe der USA bekommen, die möglich ist. Trump wird aber gleichzeitig alles tun, um die Verantwortung für diese Syrien-Aktion den Europäern zukommen zu lassen.

Die Europäer freuen sich aktuell darüber, Verantwortung tragen zu dürfen und Russland mit allerlei verbalen Aktivitäten auf die Zehen zu treten. Sollte Syrien eine Niederlage werden – und alles spricht dafür – dann wird Putin jener sein der zuletzt lacht, Trump jener der eigentlich damit kaum etwas zu tun hat und die Europäer jene, die ihre Niederlage „genießen“ dürfen.

Diese Niederlage wird im syrischen Wüstensand stattfinden und die Aktivitäten dort kann man so gut kaschieren, dass diese Niederlage in Europa bei den einfachen Medienkonsumenten nicht auffällt. Diese Niederlage wird aber bemerkt werden, und zwar von jenen qualifizierten Zusehern in den Staaten der Welt, die die Welt-Lage beurteilen, also Militärs, Diplomaten, Geschäftsleute und Politiker. Europa wird nach dieser Niederlage jeden Respekt in der Welt verloren haben.

Für Interessierte: Einige der russischen elektronischen Systeme, mit denen Russland in der Lage ist, die NATO- Kampfkräfte lahm zu legen.

Allgemeine Übersicht:

President S, noch nicht in allen Luftfahrzeugen in Syrien verbaut, aber wo es verbaut ist, funktioniert es auch:

System Richag AV, hier in kleiner Wirkung dargestellt, das System kann aber ganze Radarkomplexe außer Kraft setzen. Damit können ganze Länder-Radarsysteme gestört und unbrauchbar gemacht werden – ein mörderisches System: