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Migrationskrise in Deutschland. Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0
Migrationskrise in Deutschland. Bild: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Asylbewerber: Warum so unterschiedliche Schutzquoten?

Je nach Bundesland gibt es in Deutschland unterschiedliche Schutzquoten. Einige Länder scheinen sehr großzügig bei der Anerkennung des Flüchtlingsstatus zu sein.

Von Michael Steiner

Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) berichtet, zeigen Einzelauswertungen zu den Asyl-Anerkennungsquoten in den Bundesländern, dass diese sich teils dramatisch voneinander unterscheiden. Während beispielsweise Bayern, Baden-Württemberg und die östlichen Bundesländer eher restriktiv sind, agiert man in anderen Ländern eher großzügig.

Die besten Chancen auf Asylgewährung hatten demnach die Migranten im Saarland. Dort lag die Anerkennungsquote im letzten Jahr bei 72,8 Prozent. Bremen (59,7 Prozent), Hessen (53,2 Prozent), Schleswig-Holstein und Niedersachsen (jeweils 52,4 Prozent) entschieden mehrheitlich zugunsten der Asylbewerber. Hamburg (47,9 Prozent), Nordrhein-Westfalen (45,3 Prozent), Rheinland-Pfalz (44,6 Prozent), Berlin (44,3 Prozent) und Thüringen (44,1 Prozent) lagen demnach auch noch über dem Bundesdurchschnitt von 43,4 Prozent, der im Jahr 2015 noch bei 62,4 Prozent lag. Am striktesten war man mit einer Anerkennungsquote von 24,5 Prozent in Brandenburg. Aber auch Bayern (31,8 Prozent) und Baden-Württemberg (37,7 Prozent lagen ebenfalls unter dem Durchschnitt.

Zwar spielt es auch eine Rolle, aus welchen Herkunftsländern die Antragsteller kommen, da Staatsangehörige Syriens zum Beispiel eher Asyl erhalten als Nigerianer, doch dermaßen große Unterschiede sollte es eigentlich nicht geben. Da stellt sich die Frage, ob in einigen Bundesländern nicht auch aus politischen Motiven heraus die Unterschiede bei den Anerkennungsquoten resultieren.