Alarmstufe Rot: Islamismus-Gefahr Konvertiten

Konvertiten neigen gewöhnlich zu radikaleren Ansichten als jene Menschen, die schon in einem Glauben aufwuchsen. Gerade beim Islam stellt dies eine Gefahr dar, wie folgende Informationen verdeutlichen.

Von Michael Steiner

Klar, auch das Christentum kennt – wie die Geschichte der Christianisierung Europas auch verdeutlicht – genügend Fälle, in denen gerade die frisch Konvertierten mit Inbrunst gegen die "Ungläubigen" vorgingen und dabei vor Massenmord und Folter nicht zurückschreckten. Doch in der heutigen Zeit trifft ein solches Verhalten mehr auf jene zu, die zum Islam konvertieren.

Der aktuelle Fall des "Nils D." aus Dinslaken, der zum Islam konvertierte und 2013 nach Syrien ausreiste um dort für den "Islamischen Staat" zu kämpfen, sowie dort offenbar drei Gefangene der Islamistenmiliz zu Tode folterte, kann als extremes Beispiel dafür verwendet werden, wie sehr gerade Konvertiten dazu neigen, besonders radikale Ansichten ihres neuen Glaubens zu vertreten. Er ist hierbei kein Einzelfall, zumal in den Reihen des IS viele Konvertiten kämpf(t)en.

Klar, es gibt auch jene Menschen – vorrangig Frauen – die aufgrund ihres (Ehe-)Partners zum Islam konvertieren und dabei die "normalen" Ansichten dieser Religion übernehmen – wenngleich auch diese infolge der unzähligen Mordaufrufe im Koran (und nein, die vielen Mordaufrufe im Alten Testament sind nicht wirklich damit vergleichbar, da dieses für die Christen nur bedingt gültig ist) immer wieder in der Kritik stehen. Doch es mangelt eben nicht an Leuten wie "Nils D.", die eine besonders radikale Ansicht übernehmen. Oder wie es die Extremismusforscherin Miryam Eser erklärt: "Konvertiten wollen beispielhaft gläubig sein."

Schätzungen zufolge sind rund zehn Prozent der islamischen Extremisten, die nach Syrien und in den Irak zogen um dort zu kämpfen, Konvertiten – unter jenen aus Frankreich sind es sogar etwa ein Viertel. Doch insgesamt machen jene, welche erst später zum Islam gefunden haben, nur einen Bruchteil der Mohammedaner aus. Alleine dies sollte schon einmal zu denken geben. Zu denken darüber, welche gesellschaftliche Gefahr aus de Konvertiten erwächst, weil man den muslimischen Gemeinschaften die Missionierung erlaubt. Insofern kann man es den muslimisch dominierten Ländern (wie z.B. Saudi-Arabien oder der Iran) nicht verübeln, wenn sie den Import von Bibeln und anderem nicht-muslimischem Religionsmaterial genauso verbieten wie die Missionierung (welche nur die Muslime selbst durchführen dürfen).

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Der französische Islamismus-Experte Olivier Roy (Studien: "Der islamische Weg nach Westen. Globalisierung, Entwurzelung und Radikalisierung" (2006) und "Der falsche Krieg. Islamisten, Terroristen und die Irrtümer des Westens" (2007)) stützt seine Theorien auf umfangreiches Datenmaterial. Sein Schluss wird im Schweizer "Tagesanzeiger" so zusammengefasst: "Im Zeitalter der Globalisierung liegt das Gefahren- und Gewaltpotenzial der Religionen vor allem in den Konvertiten. Und da die individuellen Konversionen zu einem Massenphänomen geworden sind – man schätzt, dass in Deutschland, wo über drei Millionen Muslime leben, die Hälfte der 35.000 Islamisten Konvertiten sind –, darf die subversive Kraft nicht unterschätzt werden."

Wie wir also sehen, gilt es vor allem auch ein Augenmerk auf jene Menschen zu legen, die ihre Religion gewechselt haben. So wie zu Veganern gewordene "Alles-Esser" oftmals einen starken Missionierungsdrang verspüren und gerne die "Carnivoren" attackieren, gehen auch jene Konvertiten oftmals vor, die diesen Schritt aus voller Überzeugung und nicht etwa ihrem Partner zuliebe tun: Sie versuchen ihr Umfeld dazu zu drängen ebenfalls zu konvertieren und vertreten dabei eine radikalere Ansicht als das eigentlich in der Religion aufgewachsene Umfeld. Und angesichts dessen, dass jährlich zehntausende Menschen in Deutschland, Frankreich & Co zum Islam konvertieren, muss man schon davon sprechen, dass eigentlich "Alarmstufe Rot" herrscht. Hier werden jedes Jahr Tausende an Islamisten quasi "herangezüchtet" – und das direkt auf unserem Kontinent.

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