Yellowstone Nationalpark in Wyoming.

Der Supervulkan beim Yellowstone Nationalpark in den USA verzeichnete in den letzten Tagen hunderte Erdbeben. Die Angst vor einer Megaexplosion wächst.

Von Marco Maier

Der Yellowstone Nationalpark ist Teil des "Pazifischen Feuerrings", der gerade in den letzten Wochen infolge mehrerer Vulkanausbrüche (Agung und Sinabung in Indonesien und der Mayon auf den Philippinen) und stärkerer Erdbeben (unter anderem in Taiwan und Indonesien) stärker in den medialen Fokus rückte. Nun warnen Wissenschaftler vor einem möglichen Ausbruch des dortigen Supervulkans, nachdem es dort innerhalb von zehn Tagen mehr als 200 Erdbeben gab, die sich auch noch größtenteils in einem kleineren Gebiet konzentrierten.

Bereits vor einigen Tagen gab es Warnungen von Vulkanologen, dass es in der Magmakammer des Yellowstone-Supervulkans immense Spannungen gibt. Experten des US Geological Survey (USGS) sagten, dass der letzte "Schwarm" an Erdbeben in einer Region rund 12 Kilometer nordöstlich des westlichen Yellowstones auftrat. Zwar würde man das Alarmlevel noch auf "normal" belassen, konstatierten aber, dass dieser neue Erdbebenschwarm in einer Region auftrat, wie der "Marple Creek Schwarm" im letzten Sommer, der innerhalb von vier Monaten insgesamt knapp 2.400 Erdbeben brachte.

Yellowstone Erbebenschwarm

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Laut dem USGS reflektieren die Erdbebenschwärme starke Veränderungen unterhalb der Erdoberfläche die vor allem durch zwei Prozesse hervorgerufen werden können: Enorme tektonische Verschiebungen und Druckveränderungen in der Tiefe infolge von Akkumulierungen und/oder dem Abfluss von Flüssigkeiten (Magma, Wasser und/oder Gas). Laut den Geologen resultiert der aktuelle Bebenschwarm aus beiden Prozessen, die derzeit stattfinden.

Doch auch wenn man kein höheres Alarmlevel ausrufen will, erinnern die Vulkanologen und Geologen des USGS daran, dass diese vielen kleineren Erbeben als Warnung vor einer unterschätzten Gefahr dienen: einem starken Erdbeben und eventuell sogar dem Ausbruch des Supervulkans. Die Gegend dort in und um den US-Bundesstaat Montana mag zwar recht dünn besiedelt sein, doch eine Explosion des Supervulkans hätte massive Auswirkungen auf die nördliche Hemisphäre.

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