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Derzeit gilt in Berlin das Motto, sich transatlantisch und pro-EU zu positionieren. Ist eine Änderung notwendig?

Von Redaktion

Wirft man einen Blick auf die heutige Mainstream-Politik, dann wird die außenpolitische Ausrichtung deutlich: Transatlantiker und Eurokraten geben den Ton an. Dabei gäbe es noch mehr Optionen, die durchaus ihre Vor- und Nachteile hätten.

Außen- und Geopolitik

Deutschland könnte eine ähnlich "rücksichtslose" Außenpolitik fahren wie es beispielsweise Großmächte und diverse andere Regionalmächte tun, indem nach dem Motto "Deutschland zuerst" verfahren wird. Natürlich bliebe auch die bisherige Linie (pro-Westen, anti-Osten) eine Option, wobei Russland nach wie vor ein Hauptgegner ist. Dann gäbe es noch den umgekehrten Fall, wonach man sich komplett von den USA löst und stattdessen auf ein Bündnis mit Russland und China hinarbeitet. Und schließlich wäre da noch die ausgleichende Linie, die auf gute Beziehungen zu den USA einerseits, sowie zu Russland und China andererseits setzt.

Wie soll sich die deutsche Außen- und Geopolitik gestalten?

Deutschland zuerst! Die Außenpolitik hat den deutschen Interessen zu dienen.
Wie bisher: Transatlantisch und gegen Russland
Neuausrichtung: Transkontinental (Zusammenarbeit mit Russland und China)
Ausgleichend: Gute Beziehungen zu den USA, zu Russland und zu China

 

Europapolitik

In Berlin könnte man wie bisher auf die EU und die schrittweise erfolgende Umwandlung dieser in die "Vereinigten Staaten von Europa" setzen. Als Alternative wäre noch das Modell "Europa der Nationen" vorhanden, welches eine Ausweitung der Staatengemeinschaft ermöglichen würde, da Teile der bisherigen EU-Integration wegfallen würden und die Mitgliedsländer in wesentlichen Bereichen wieder ihre Souveränität zurückerhielten. Und dann gibt es auch noch die radikale Möglichkeit der totalen Auflösung der EU-Strukturen und die Rückkehr zum System der völlig souveränen Nationalstaaten.

Welche Europapolitik sollte Deutschland verfolgen?

Wie bisher: Schrittweise auf die Vereinigten Staaten von Europa hinarbeiten.
Konservativ: Europa der Nationen, aber enge politische und wirtschaftliche Kooperation.
Deutschland zuerst: Wir brauchen keine EU und keine Super-Staaten.