Ukraine: Medien-Herausgeber sucht Asyl in Österreich

Der Herausgeber der oppositionellen ukrainischen Online-Zeitung "Strana.ua" floh nach Gewaltandrohungen nach Österreich.

Von Viribus Unitis

"Wir möchten sie darüber informieren dass Igor Guzhva nach Wien gegangen ist und die österreichischen Authoritäten um politisches Asyl ersucht hat, im Einklang mit den bestehenden Prozeduren", so die Seite.

Die Website teilt weiter mit, dass Guzhva weiter Chef-Herausgeber bleiben wird, aber die Website nun vom Ausland aus leiten würde. Als Fluchtgrund wurde "beispielloser Druck durch die Regierung" genannt.

"Das betrifft nicht nur die Androhung physischer Gewalt, die wir, ich und meine Journalisten erfahren haben. Wir sind zu den Sicherheitsbehörden gegangen, und ersuchten um Ermittlungen, aber es gab null Reaktionen. Die letzte Nachricht, mit einer Todesdrohung, erhielt ich letztes Wochenende."

Weiter teilt er mit, er habe Informationen, man wolle Ihm Erpressung unterstellen, im Rahmen eines fabrizierten Falles: "Da gibt es eine Weisung die von ganz oben kommt – sieben Jahre Gefängnis."

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Diese Fall bringt die österreichische Politik in heftige Bedrängnis. Österreich ist – neben Deutschland – der engste Verbündete der Ukraine. In Österreich wird eine Berichterstattung umgesetzt, die die Ukraine als vorbildhaften Hort von Menschenrechten und Demokratie porträtiert. Die Ukraine – so der Tenor österreichischer Medien – sei ein Staatsvorbild für Staaten rund um den Globus. Und nun das!

Die ersten die dem neuen Kanzler Kurz zu seinem Wahlsieg gratulierten, waren der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, und der Kiewer Bürgermeister Wladimir Klitschko.

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