US-Luftangriff in Syrien. Bild: Alalam.ir

Kurz nachdem Israel einen Luftangriff nahe Damaskus flog, bombardierte die US-geführte Koalition Verbände, die für die syrische Regierung kämpfen.

Von Marco Maier

Die von den USA geführte Koalition hat am Mittwoch in der Provinz Deir al-Zor mehrere "defensive" Luftangriffe gegen syrische Einheiten geflogen, die mit der Regierung von Präsident Bashar al-Assad verbündet sind. Dies wurde als Vergeltungsmaßnahme für den "unprovizierten" Angriff auf das Hauptquartier der von den Vereinigten Staaten unterstützten "Demokratischen Kräften Syriens" (SDF) bezeichnet.

CNN, welches für die antirussische Berichterstattung bekannt ist, berichtete zudem, dass die US-Kräfte nun untersuchen, ob russische Verbündete in den Angriff auf die SDF involviert waren, nachdem ein US-Regierungsvertreter sagte, dies könne nicht ausgeschlossen werden. Allerdings seien keine US-Truppen bei dem Angriff verletzt oder getötet worden.

Interessant ist jedoch wieder einmal die Auslegung der US-Führung. Denn, wie gesagt, kein Amerikaner wurde bei dem Angriff auf das SDF-Hauptquartier getroffen und zudem handelt es sich hierbei um illegale Anti-Regierungs-Milizen, dennoch hätte die US-geführte Koalition ein "nicht verhandelbares Recht auf Selbstverteidigung" – gegen Verbände der legitimen Regierung.

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Wie Präsident Assad schon treffend ausführte, haben lediglich die syrische und die russische Luftwaffe das Recht dazu, Luftangriffe auf syrischem Territorium auszuführen. Er bezeichnete den Akt als Aggression und als Verletzung der syrischen Souveränität.

Dieser Angriff kam nur kurz nach dem dritten Luftangriff Israels auf syrische Stellungen. Israelische Jets, die über den libanesischen Luftraum her nach Syrien eindrangen, attackierten in der Stadt Jamraya nahe der Hauptstadt Damaskus Regierungsgebäude. Zwar habe die syrische Luftabwehr die meisten der abgefeuerten Raketen vernichtet, doch einige von ihnen kamen durch.

 

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