Deutschland verzeichnete in den letzten zwei Jahren einen starken Anstieg bei den Asylgesuchen türkischer Staatsbürger.

Von Michael Steiner

Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mitteilte, ist die Anzahl der Asylbewerber aus der Türkei in den letzten zwei Jahren sprunghaft angestiegen. Darüber berichtet die "Rheinische Post".

Während sie in den Jahren 2013 bis 2015 jeweils deutlich unter der Marke von 2.000 lag, kletterte sie 2016 – dem Jahr des Putschversuchs in der Türkei – auf ganze 5.742. Im vergangenen Jahr verzeichnete das BAMF einen weiteren Schub mit insgesamt 8.483 von türkischen Bürgern gestellten Asylanträgen. Davon waren 8.027 Erstanträge.

Man geht davon aus, dass die Anzahl der Asylanträge von türkischen Staatsbürgern auch in diesem Jahr auf hohem Niveau bleiben wird. Immerhin gab es alleine im Januar weitere 741 Anträge, wodurch die Türkei im Länderranking auf Platz vier landete und damit noch vor dem Iran und Afghanistan lag. Syrien, der Irak und Nigeria stellten im ersten Monat des Jahres 2018 die Top-Drei-Länder.

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Auch wenn das BAMF nicht angibt, aus welchem Grund die türkischen Staatsbürger in Deutschland um Asyl ansuchen, so kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei vor allem um Kurden (da vor allem um HDP- bzw. PKK-Anhänger), um Gülenisten und um sonstige Gegner der von Präsident Recep Tayyip Erdogan geführten AKP-Regierung handelt.

 

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