Sinnlose Diesel-Fahrverbote

Obwohl weithin bekannt ist, dass Diesel-Motoren nicht für die Feinstaub-Belastung in den Städten verantwortlich sind, werden weiterhin Fahrverbote gefordert.

Von Marco Maier

Erst im letzten Jahr stellten Wissenschaftler des Fraunhofer Institutes fest, dass rund 90 Prozent des gemessenen Feinstaubs natürliche Ursachen hat. Diesel-Pkw selbst sind demnach nur für einen geringen Anteil verantwortlich. In Zahlen ausgedrückt: Alleine die Sonneneinwirkung ist für bis zu 40 Mikrogramm pro Kubikmeter verantwortlich während die Dieselautos an verkehrsreichen Straßen vielleicht 1,5 bis 1,7 Mikrogramm hinzusteuern.

Hier zeigt sich allerdings auch, dass gerade die hohen Verbrennungstemperaturen moderner Motoren zwar weniger Feinstaub produzieren, dafür deutlich mehr Stickoxide. Das heißt: Will man die Stickoxid-Belastung reduzieren, muss man, so Matthias Klingner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI Dresden, eben auch wieder damit beginnen, diese Temperaturen zu senken. "Wenn wir wenig Partikel – also Feinstaub – ausstoßen wollen, müssen wir die Temperatur des Motors erhöhen, um den Kraftstoff vollständig zu verbrennen. Dann steigen aber die Stickoxid-Emissionen. Daran scheitert also die Automobilindustrie – beides kann man schwer reduzieren", sagte er dem MDR Sachsen.

Doch im allgemeinen Wahn der Klima-Religioten geht dies unter. Der sogenannte "Dieselgate"-Skandal ist einer, der nur bedingt als solcher bezeichnet werden kann. In einem politischen und medialen Umfeld jedoch, in dem jede Kritik an der neuen Klimareligion geradezu ein Sakrileg darstellt, haben es kritische Stimmen nicht leicht. Und das betrifft auch die Diskussion um die Dieselmotoren und Fahrverbote in städtischen Zonen, sowie die willkürliche Festlegung von Grenzwerten.

Anstatt Autos mit Dieselmotoren quasi zu verbieten wäre es sinnvoller, sich mit möglichst sparsamen Motoren zu beschäftigen und mit sinnvollen Umweltschutzmaßnahmen, die nicht nur irgendwelche teure Alibiaktionen darstellen, welche ohnehin keinen wirklichen Effekt auf Klima und Umwelt haben.

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