Schweden: Aufrüsten für Krieg gegen Russland

Während das Land im Inneren zerfällt, bereitet sich Schwedens Regierung auf einen Krieg gegen Russland vor.

Von Michael Steiner

Auch in Schweden greift die antirussische Hysterie um sich. Anstatt sich den drängenden Problemen – wie der ausufernden Migrantenkriminalität infolge der liberalen Migrationspolitik – im eigenen Land zu widmen, die zu einem totalen gesellschaftlichen Zerfall führen, geht man außenpolitisch auf Kriegskurs gegenüber Russland. Wohl um so vom sich abzeichnenden gesellschaftspolitischen Zerfallsprozess abzulenken.

Erst im letzten Jahr führte die linksfeministische Regierung in Stockholm die Wehrpflicht wieder ein, welche erst im Jahr 2010 abgeschafft wurde. Ganz genderneutral werden so jeweils zur Hälfte Männer und Frauen eingezogen – insgesamt 4.000 pro Jahr, was in etwa zehn Prozent eines Jahrgangs entspricht. Es ist anzunehmen, dass auch im multikulturellen Schweden auf eine "bunte" Armee gesetzt wird.

Hinzu kommt der Beschluss der rotgrünen Regierung, bis zum Jahr 2020 das Militärbudget jährlich um 2,7 Milliarden Kronen (aktuell rund 270 Millionen Euro) anzuheben. Damit kommt man dem NATO-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zumindest ein wenig näher, zumal die Quote derzeit etwa 1,2 Prozent des BIP liegt. Geht es nach den Militärs, soll der schwedische Militärhaushalt (derzeit etwa 53 Milliarden Kronen, also rund 530 Millionen Euro) bis zum Jahr 2035 sogar auf 115 Milliarden (1,15 Milliarden Euro) mehr als verdoppelt werden. Auch die Truppenstärke von derzeit etwa 50.000 Soldaten soll bis dahin auf 120.000 steigen.

Als Begründung wird die unvorhersehbare globale Entwicklung angeführt. Auch habe Russland "durch seine Aktionen in Georgien, der Krim und in der Ostukraine gezeigt", so die Militärs, "dass es nicht zöger, militärische Gewalt anzuwenden. Zudem würde Moskau auch in Zukunft die militärischen Kapazitäten erhöhen. Deshalb brauche man auch eine "glaubwürdige Abschreckung", zumal der Ostseeraum zu einem Sicherheitskompex und einem geostrategischen Kreuzungsgebiet werde, weshalb Schweden auch "zwangsläufig" davon betroffen sei.

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Anstatt auf eine gute Nachbarschaftspolitik zu setzen, favorisiert man in Stockholm offenbar lieber eine aggressive Außenpolitik, die schlussendlich genauso desaströs sein wird wie die Innenpolitik. Schweden ist inzwischen komplett verloren.

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