“Rassisten”-Rede: AfD beschwert sich über Özdemir

Weil Grünen-Politiker Cem Özdemir die AfD-Politiker bei einer Rede als "Rassisten" bezeichnete, will die Partei nun Beschwerde beim Ältestenrat des Bundestags einlegen.

Von Michael Steiner

Nachdem die AfD einen Antrag zur öffentlichen Missbilligung der antideutschen Artikel von Deniz Yücel stellte, attackierte der Grünen-Politiker Cem Özdemir – dem übrigens nationalistische Türken vorwerfen, "kein echter Türke" zu sein, sondern Armenier – die Partei. In seiner Rede vor dem Bundestag sagte er dazu: "Wer sich so gebiert, ist ein Rassist." So gebe es in Deutschland keine Zensurbehörde, sondern Pressefreiheit.

In den Reihen der AfD stößt diese Aussage auf Unmut. Bernd Baumann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, sagte nun der "Bild am Sonntag": "Wir werden die Rede von Cem Özdemir, in der er die AfD-Abgeordneten als Rassisten bezeichnet hat, offiziell zum Thema im Ältestenrat machen."

Özdemir selbst sieht laut dem Blatt "möglichen Vorwürfen seitens der AfD sehr gelassen entgegen". Denn: "Die AfD radikalisiert sich gerade wie im Zeitraffer und für alle deutlich sichtbar." Er freue sich und sei dankbar "über die riesige Unterstützung aus der ganzen Breite unserer Gesellschaft, die ich nach meiner Rede erfahren durfte".

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Konsequenzen dürfte der Grünen-Politiker jedoch kaum erwarten dürfen. Immerhin sind sich alle anderen Fraktionen im Bundestag einig, die AfD nicht zu mögen.

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