NATO-Chefin Flinten-Uschi?

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll NATO-Generalsekretärin werden. Eine logische Konsequenz der aktuellen Entwicklungen.

Von Marco Maier

Laut der "Welt am Sonntag" ist die strikt transatlantisch orientierte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als Nachfolgerin von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Gespräch. In zwei Jahren, wenn dessen Amtszeit ausläuft, könnte sie diesen Posten übernehmen.

Dies wäre nur konsequent. Gerade in den heutigen Zeiten, in denen die EU mit PESCO an militärischen Parallelstrukturen zur NATO arbeitet, wäre eine deutsche zivile Führung des transatlantischen Kriegsbündnisses ein deutliches Signal. Ein Signal in Richtung weiterer Aufrüstung Deutschlands, die Erfüllung des Zwei-Prozent-Ziels in Sachen Militärbudget und in strikter Verbundenheit mit den transatlantischen Eliten.

Es wäre jedoch davon auszugehen, dass mit "Flinten-Uschi" an der Spitze der NATO das Militärbündnis auch deutlich aggressiver agieren würde als dies derzeit unter dem Norweger Jens Stoltenberg der Fall ist. Er ist zwar ebenfalls ein strikter Transatlantiker, hat aber als ehemaliger norwegischer Ministerpräsident auch eine völlig andere geopolitische Sichtweise als die deutsche Verteidigungsministerin.

 

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