Lafontaine: GroKo ist schlecht für die SPD

Oskar Lafontaine warnt die SPD vor einer neuen GroKo, da so der "dringende Neuanfang" nicht gelingen werde.

Von Redaktion

Die Parteimitglieder sollten gegen eine Neuauflage der GroKo stimmen, so der frühere SPD-Parteichef und nunmehrige Linke-Politiker Oskar Lafontaine in einem Beitrag für den "Focus". "Der dringend nötige Neuanfang wird in einer großen Koalition mit dem alten Agenda-Personal und vier Jahren 'Weiter so' nicht gelingen."

Den Grund für den Niedergang der Partei, der er von 1995 bis 1999 vorstand, sieht Lafontaine in der asozialen und marktliberalen Politik von Gerhard Schröder: "Seitdem Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 das Programm der Arbeitgeberverbände umsetzte und die einstige "Schutzmacht der kleinen Leute" ins Arbeitgeberlager wechselte, geht es mit der SPD bergab. Seit 1998 hat sie rund 10,6 Millionen Wähler und rund 311.000 Mitglieder verloren."

Viele Deutsche wünschten sich "eine Sozialdemokratie, die sich wieder auf ihre Grundwerte besinnt", so Lafontaine weiter. Das habe das kurzzeitige Hoch der SPD nach der Ausrufung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat gezeigt. Das heißt, es gebe durchaus noch genügend Potential nach oben. Doch wenn die bisherige Politik so fortgeführt wird, dann kann dies zum Untergang der Sozialdemokratie werden und diese zu einer Kleinpartei schrumpfen lassen.

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