Kujat warnt vor „Atomkrieg aus Versehen“

Ex-Generalsekretär Harald Kujat warnt vor einem "Atomkrieg aus Versehen". West und Ost müssten eine neue Entspannungspolitik starten.

Von Redaktion

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, warnt vor einem "Atomkrieg aus Versehen". Gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" sagte der Militär: "Ich sehe große Risiken durch Cyber, Hacking, technisches Versagen und Missverständnisse." Die wachsenden Spannungen zwischen dem Westen und Russland bergen seiner Ansicht nach ein gewaltiges Risikopotential.

"Beide Seiten müssen ständig ihre Führungsinformationssysteme modernisieren und über militärische vertrauensbildende Maßnahmen im Gespräch bleiben. Sonst gerät die Welt irgendwann in einen Atomkrieg, ohne es gewollt zu haben", so der ehemalige Bundeswehrgeneral. Deshalb müsse es eine neue Entspannungspolitik zwischen West und Ost geben.

"Ich erwarte von Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Donald Trump aufzufordern, den Gesprächsfaden mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin wiederaufzunehmen", so der frühere Sicherheitsreferent von Bundeskanzler Helmut Schmidt. Man müsse dies von der Bundesregierung erwarten. "Früher hat es eine enge Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland hinsichtlich der Sicherheit von Nuklearwaffen gegeben. Die heutigen politischen Spannungen, aber auch die Risiken der digitalisierten Welt, sind auf Dauer nur beherrschbar, wenn wieder Vertrauen und Berechenbarkeit aufgebaut werden", sagte Kujat.

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