Mit einem Entlastungspaket wollen sich Union und SPD offenbar das weitere Wohlwollen der deutschen Zeitungsverlage erkaufen.

Von Marco Maier

Wie es aussieht, wollen sich CDU, CSU und SPD mit Hilfe einer Entlastung der Zeitungsverlage eine positive Berichterstattung erkaufen. So sollen den Plänen zufolge die Unternehmen für Zeitungsausträger nicht mehr den Sozialversicherungssatz für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse von 31,2 Prozent zahlen müssen, sondern den reduzierten Satz von 14,7 Prozent, der eigentlich für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Putzfrauen oder Kindermädchen gilt. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".

Berechnungen zufolge würden die Verlage dadurch insgesamt 250 Millionen Euro jährlich einsparen. Angesichts dessen, dass die Auflagen der großen Zeitungen und Magazine quer durch die Bank einbrechen und auch die Werbeeinnahmen nicht mehr so stark sprudeln wie früher, kann man dies als umfangreiche Subventionsmaßnahme betrachten, um den Verlagen so im Hinblick auf die Gewinnrückgänge wieder mehr Geld in den Kassen zu lassen.

Ein solches finanzielles Geschenk an die großen Verlage, welches dazu noch eine Belastung für die Sozialkassen darstellt, hat einen höchst unangenehmen Beigeschmack. Doch wenn man bedenkt, dass Bundeskanzlerin Merkel ein recht gutes Verhältnis zu den beiden großen deutschen Medienmogulen Friede Springer (Springer Verlag) und Liz Mohn (Bertelsmann) pflegt, kommt dieser Schritt nicht von ungefähr. Zudem können Union und noch viel mehr die SPD angesichts der ganzen eher negativen Berichterstattung der letzten Monate positive Meldungen durchaus gebrauchen. Ist dies vielleicht nur ein weiterer Rettungsversuch für die GroKo?

 

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8 thoughts on “GroKo: Erkauftes Wohlwollen der Zeitungsverlage”

  1. hilft nix,,,,da die keiner mehr lesen will , weil se gelogen haben für ihre politischen milchspender. könn se 10k mal wohlwollen signalisieren, aber die haben keine meinungsmacht mehr, die auflagen zeigen es.

  2. Eine Hand wäscht die andere.

    Jetzt fehlt nur noch ein "Printmedienbeitragsverpflichtungsgesetz" getarnt als "Haushaltsabgabe", welches den Dödel zum Lesen und Zahlen einer Springer-Zeitung verpflichtet. 

  3. Das Wohlwollen der Deutschen können die Massenmedien um so weniger haben, je mehr sie dem Krieg des BRD-Systems gegen Deutschland dienstbar sind. Weder die Massenmedien noch BRD-Behörden nützen erschütternde Erfahrungen aus den USA:

    Die Kriminalität in den USA war im letzten Jahrzehnt zwar leicht rückläufig. Es wurden dennoch weiterhin in New York 30 mal mehr Neger wegen Mordes festgenommen als Weiße, sowie 98 mal mehr Neger als Weiße wegen Schießereien. Zu finden in der Studie "Color of Crime 2016" von Edwin S. Rubinstein, herüberzuladen auf der Seite der "American Renaissance". Gängige Behauptungen, die US-Polizei handle aus rassischem Vorurteil, haben sich als Propagandalüge erwiesen, denn es gibt tatsächlich deutlichste Zusammenhänge zwischen Rasse und Kriminalität, zweifelsfrei bewiesen zumindest in rassisch gemischten Gesellschaften der finanzkapitalistisch geprägten USA.

  4. Nichts neues, das die Parteien sich das Wohlwollen der großen Verlage erkaufen ! Besonders die großen Parteien…..stecken eh alle unter einer Decke.

     

  5. Man muß im Bekanntenkreis immer wieder allen, die jammern, man könne ja doch nichts machen, sagen, doch, du kannst die Lügenpresse boykottieren! Das ist nun wirklich etwas, was ABSOLUT JEDER tun kann! Und auf keinen Fall solltest du so ein Lügenblatt abonnieren! Und wenn dir irgendein Online-Angebot nahelegt, doch bitte den Adblocker zu deaktivieren, dann klickst du eben einfach weiter.
    Wenn man, z.B. in der Bahn, an einem „Spiegel“- oder „FAZ“-Leser vorbeigeht, kann man zischeln: „Lügenpresse“ – damit der Lügenpressekonsument merkt, er blieb nicht unbemerkt mit seiner volksfeindlichen Lektüre. Wenn man zu zweit ist, kann man zu seinem Begleiter sagen: „Der hat vielleicht Nerven, hier die Lügepresse in aller Öffentlichkeit zu lesen!“ Direktes Ansprechen ist eher zu vermeiden und auch gar nicht notwendig. Es genügt völlig, wenn so ein Früchtchen irgendwann von seinen „Goldstücken“ behelligt wird und dann seine eigenen Erfahrungen damit sammeln darf.
    Wenn ein Aktivist so ein Blatt erwirbt, um es auszuwerten, sollte er es natürlich nicht in der Öffentlichkeit und schon gar nicht so lesen, daß es wie eine Werbung für andere wirkt. Bekannten oder Kollegen, egal ob Aktivist oder nur „normaler“ Bekannter, sollte er niemals die ganze Zeitung, sondern immer nur bestimmte Artikel, möglichst mit entsprechenden Bemerkungen und mit dem Vermerk „Feindpropaganda“ versehen, auf jeden Fall nicht unkommentiert, weitergeben. Wenn Besuch kommt oder auch in Gegenwart von Kindern sollte er die Zeitung nie einfach so offen als „etwas ganz Normales“ liegen lassen – unkommentierte Feindpropaganda gehört in den Giftschrank!
    Was man IMMER kaufen und archivieren sollte, sind Zeitungen mit Namenslisten, etwa von der Art: „200 Künstler und Politiker stellen sich quer gegen Rechts. Alle Unterzeichner Seiten 2 bis 3“ oder ähnliches. Wir wollen ja bei der nächsten Wende nicht erst jahrelang warten müssen, bis irgendwann mal die Archive geöffnet werden!

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