Gefahr durch Kinder von IS-Terroristen?

Nicht nur von den rückkehrenden Dschihadisten selbst, auch vor deren Kindern geht eine Gefahr für die Gesellschaft aus. Sie sollen nun erfasst und registriert werden.

Von Michael Steiner

Weil die "Kinderzimmer als Kaderschmieden" missbraucht worden seien, müsse man laut dem nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul ein besonderes Augenmerk auf die Kinder von zurückkehrenden IS-Terroristen werfen, und nicht nur auf die Erwachsenen und Jugendlichen.

So sei auf weitverbreiteten Videos zu sehen, wie sie gezwungen würden, Gefangene eigenhändig zu töten. Damit sei die Grundannahme des Strafrechtes widerlegt, wonach Kinder unter 14 Jahren niemals gefährlich sein könnten. "Wir müssen einen Weg finden, auch die Personen unter 14 Jahren zu erfassen – da darf es keine Denkverbote geben", so Reul zur "Rheinischen Post".

970 Menschen seien aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist, bereits 320 zurückgekehrt. Viele verfügten über Kampferfahrung oder zumindest eine Waffen- und Sprengstoffausbildung. Unter ihnen befinden sich auch einige Kinder und Jugendliche. Doch gerade die Jüngeren von ihnen werden nicht erfasst.

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