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EU-Flagge Puzzle

EU: Starke gehen, Schwache kommen

Großbritannien ist draußen, beitreten wollen nur wirtschaftlich schwache Länder. Attraktiv ist die EU für wirtschaftlich erfolgreiche Länder nicht.

Von Marco Maier

Die EU steckt eigentlich in einer Existenzkrise, die – ausgelöst durch den Brexit – erst seit kurzem wirklich in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Denn anstatt ein lebendiges politisches Gebilde zu sein, wirkt sie eher wie ein undemokratischer und für "wertvolle Mitglieder" unattraktiver Moloch.

Die Briten sind schon raus und lediglich die Durchsetzung der nationalen Politik mit Eurokraten sorgt (noch) dafür, dass insbesondere Deutschland und Frankreich die tragenden Säulen dieser Union sind, die – so der Wille dieser Eurokraten – über kurz oder lang zu einer Art "Vereinigte Staaten von Europa" zusammengeführt werden soll. Angefangen mit der Eurozone, die bereits jetzt schon auch in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht deutlich stärker miteinander verflochten ist, lautet das Ziel, bereits in wenigen Jahren sämtliche EU-Mitglieder auch im Euro zu haben – also nach dem Motto "ganz oder gar nicht".

Doch dieser "Club" scheint nur für wirtschaftlich schwache Länder interessant zu sein. Denn während starke Länder wie die Schweiz oder Norwegen keine Anstalten machen EU-Mitglied zu werden, streben vor allem die osteuropäischen Länder und jene des Balkans hinein. Auch wenn gerade die Beispiele Rumänien und Bulgarien abschreckend sein sollten, zumal man dort absolut nicht von einer "Erfolgsstory" sprechen kann, sehen die politischen Eliten in Kiew, Belgrad, Podgorica & Co vor allem die vielen Millionen und Milliarden an Euro, die infolge von Subventionen und Förderungen in die eigene (korrupte und ineffiziente) Wirtschaft fließen könnten. Bezahlt von jenen Steuerzahlern, die in den wohlhabenderen Ländern leben und arbeiten.

Doch wenn die Eurokraten in Brüssel, Berlin, Paris & Co so weitermachen, werden andere Länder (wie Dänemark, Polen, Tschechien, die Slowakei oder Ungarn) dem Beispiel Großbritanniens folgen und sich lieber mit den Schweizern und Norwegern in einer wiederbelebten EFTA engagieren. Das Brüsseler "Kerneuropa" hingegen wird dann wohl nur noch ein Schatten dessen sein, was es früher einmal war. Früher, vor der Euro-Einführung und vor der Überreglementierung durch größenwahnsinnige Eurokraten.

Denn auch wenn ein solches "Vereinigte Staaten von Europa"-Gebilde wohl 200-300 Millionen Einwohner hätte, wäre es vergleichsweise machtlos. Denn es ist kaum vorstellbar, dass es tatsächlich auch an wirtschaftlicher und finanzieller Stärke hinzugewinnt, zumal sich wohl mindestens fünf wenn nicht gar bis zu zehn EU-Mitglieder davon verabschieden. Denn das was dann noch hinzu kommt, ist nur unterste wirtschaftliche Klasse. Dies zeigen schon die potentiellen Neumitglieder Serbien und Montenegro, die bereits 2025 Neumitglieder sein könnten.