Auch wenn das Nuklearabkommen mit dem Westen scheitern sollte, will der Iran auf Atomwaffen verzichten. Dies sei eine "Verpflichtung für die Ewigkeit".

Von Marco Maier

Die schiitische Führung des Irans bezeichnete Atomwaffen schon einmal als "unislamisch" und bislang diente das iranische Nuklearprogramm auch der Entwicklung von Atomkraftwerken, um den steigenden Energiebedarf des Landes decken zu können. Doch insbesondere in Israel und den Vereinigten Staaten befürchtet man, dass es nicht bei einer zivilen Nutzung alleine bleibt, weshalb man sich weiterhin dagegen ausspricht, Teheran die Nutzung dieser Technologie zu ermöglichen.

Nun sagte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi nach Angaben der Zeitung "Etemad", dass man selbst im Falle des Scheiterns des Nuklearabkommens mit dem Westen keine Atomwaffen bauen werde: "Das ist eine Verpflichtung seitens des Irans für die Ewigkeit". Allerdings hoffe er darauf, dass der Vertrag trotz der Ablehnung durch die Trump-Administration fortbestehen bleibe, da dieser "eine große internationale Errungenschaft" sei.

Ausverhandelt wurde dieser Deal mit dem Iran von den UN-Vetomächten USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien, sowie Deutschland. Darin verpflichtet sich Teheran, drastische Beschränkungen beim Nuklearprogramm einzuhalten, so dass damit keine Atomwaffen gebaut werden können. Als Belohnung dafür gab es die Aufhebung einiger Sanktionen des Westens gegen das Land, wenngleich es weiterhin noch diverse solcher "Strafmaßnahmen" gegen die Islamische Republik gibt.

 

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