Zhong Zhong und Hua Hua, die ersten beiden geklonten Makaken. Bild: CIIC

In China wird in Sachen klonen geforscht. Der dritte Makak, der aus somatischen Zellen geklont wurde, soll bald geboren werden.

Von Marco Maier

In vielen Ländern ist die Technik des klonens von Tieren umstritten. Nicht so in China. Dort soll laut dem stellvertretenden Minister für Wissenschaft und Technologie, Huang Wei, bald der dritte aus somatischen Zellen geklonte Makak geboren werden. Erst im Januar wurde berichtet, dass die weltweit ersten beiden Makaken aus somatischen Zellen geklont wurden. Dabei habe man dieselbe Technik angewandt, wie jene die 1996 zur Geburt des Klonschafes "Dolly" führte.

Die beiden geklonten Makaken tragen die Namen Zhong Zhong und Hua Hua. Sie wurden Ende 2017 am Forschungsinstitut für nicht-menschliche Primaten an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften erzeugt. Laut Muming Poo, dem Co-Autoren der Makakenstudie, ziele die Forschung darauf ab, Gehirnerkrankungen des Menschen besser verstehen und behandeln zu können. Darunter auch Krankheiten wie Alzheimer und Autismus. Zudem, so der Wissenschaftler, könne mithilfe der Klontechnik dafür gesorgt werden, dass man die Anzahl der Affen reduzieren könne, welche in Laboren für Tierversuche eingesetzt werden.

Das chinesische Forscherteam versichert, keine Pläne zu haben, vergleichbare Forschung an Menschen durchzuführen. In der Volksrepublik wurden öffentliche Diskussionen darüber geführt, welche ethischen Auswirkungen der wissenschaftliche Durchbruch haben könne. Auch die Klonung von Menschen war hierbei im Gespräch.