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YouTube: Über 100 NGOs kontrollieren die Inhalte

Mehr als 100 NGOs und Regierungsagenturen helfen YouTube dabei, "unangemessene" Inhalte zu löschen. Viele davon wollen laut Google jedoch nicht damit in Verbindung gebracht werden.

Von Marco Maier

Mittels diverser Abkommen haben mehr als 100 sogenannter Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und auch Regierungsagenturen selbst vom Mutterkonzern Google die Möglichkeit erhalten, sogenannte "unangemessene Inhalte" zu löschen. Diese rangieren von Pornographie über Urheberrechtsverletzungen bis hin zu sogenannter "Hassrede" und Terror-Rekrutierungsvideos.

Unter den bekannteren Organisationen sind die "Anti-Defamation League" aus den USA und die europäische Organisation "No Hate Speech", doch viele Organisationen wollen laut Google nicht mit der Kampagne in Verbindung gebracht werden, so der "Daily Caller".

Bereits im Jahr 2012 startete Google das "Trusted Flaggers"-Programm für YouTube, doch in den letzten Jahren explodierte das ganze Programm quasi, da Google die Regulierung der Video-Plattform weiter vorantreiben will. Dabei erhalten die ganzen Helferorganisationen digitale Tools, mit denen sie Inhalte sogar massenweise kennzeichnen können, die dann von den YouTube-Mitarbeitern gelöscht, oder von der Monetarisierung durch Werbung ausgeschlossen werden.

Immer wieder wird jedoch kritisiert, dass die Einbindung spezieller Organisationen zu einer Bevorzugung bestimmter politischer Ansichten führt. Oppositionelle Stimmen zum (linksliberalen) Mainstream werden dadurch immer weniger. Dies zeigt allerdings auch deutlich auf, wie sehr die Dominanz einzelner Unternehmen im digitalen Bereich (z.B. Google, YouTube, Facebook…) auch negative Effekte mit sich bringt.