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In den Umfragen rauscht die SPD nach unten, die AfD hält sich. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die beiden Parteien die Plätze tauschen.

Von Michael Steiner

Die neueste INSA-Umfrage hat es in sich: Während die SPD auf nur noch 17,5 Prozent kommt, hält sich die AfD bei 14 Prozent. Unter Berücksichtigung der Schwankungsbreite von rund zwei Prozent heißt dies: Faktisch liegen die beiden Parteien schon mehr oder weniger gleichauf.

Es ist schwer zu sagen, was nun mehr zum Absturz der SPD führte: Die anfängliche Verweigerung von Koalitionsgesprächen mit der Union, die dann nun eben doch durchgeführten Gespräche ("Umfallerpartei"), oder aber einfach nur der Verrat an den eigenen Wählern. Immerhin kann man auch sagen, dass die Arbeiter seit Jahrzehnten SPD wählen (und diese auch oft genug in Regierungsverantwortung war), es ihnen jedoch schlussendlich auch nicht wirklich viel besser geht.

Wenn man bedenkt, dass die AfD (wie auch die Linke, die von INSA bei 11 Prozent gesehen wird) von den Meinungsforschern grundsätzlich eher kleingerechnet wird, damit das Wahlvolk nicht erkennt, wie groß die Opposition zum etablierten Parteiensystem schon ist, kann man durchaus sagen: Rund ein Fünftel der Wahlberechtigten nimmt ohnehin nicht an den Wahlen teil, ein weiteres Fünftel wählt Opposition (AfD, Linke, Kleinstparteien) und noch sind es etwa drei Fünftel die weiterhin Union, SPD, FDP und Grüne wählen.

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Doch wie lange noch? Die SPD ist jedenfalls schon fleißig dabei sich selbst abzuschaffen. Und die Union? CDU und CSU halten sich derzeit auch nur mit Symbolpolitik in den Umfragen oben – doch die Wählertäuschung wird irgendwann auch nicht mehr so funktionieren wie es bislang der Fall ist. Und dann? Dann werden CDU und CSU denselben Absturz erleiden wie es bei der SPD der Fall ist.

 

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