Trump in Davos: Medien in Trump-Rhetorik- und Emotions-Analyse, Konzernchefs in USA-Investitionslaune

Die Fachmedien analysieren den Besuch von Trump in Davos auf Klatsch-Niveau, die Konzernchefs sind wegen Trumps US-Wirtschaftspolitik in Investitionslaune für die USA.

Von Viribus Unitis

Sehr viel mehr als aktuell können die Meinungen zwischen der Wirtschafts-Fachpresse und den Konzernchefs nicht mehr auseinandergehen. Während die Konzernchefs in mit Finanzanalysen die USA bewerten, wird von den Wirtschafts-Fachmedien der Schwerpunkt auf die rhetorische Trump-Reden-Analyse mit emotionaler Hauptkomponente gelegt.

Medien: Rhetorik- und Emotionsanalyse

Der Auftritt von Trump in Davos brachte die Medien ins Trubeln. Man hatte sich auf markige Worte gefasst gemacht, bekam aber einen Mix aus Amerika-First bleibt komme was da wolle und dem Werben um Investoren, wo den zuhörenden Konzernchefs mitgeteilt wurde, durch die America-First-Reformen, die Steuer-Reform und den Abbau von Regulatorien, seien die USA als Investitionsstandort wieder sehr attraktiv.

Die Darstellung, dass Trump etwas wirtschaftlich-faktisch richtig macht musste vermieden werden, damit Trump nicht als jener seriöse und sehr effektive Politiker erkannt wird, der er ist. So eine „Effektiv“-Darstellung hätte Zweifel beim allgemeinen Publikum geschürt, ob Trump denn wirklich jener unfähige, nahe am oder schon im Irrsinn befindliche Akteur ist, als den die Medien ihn seit dem Amtsantritt darstellen.

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Die Medienanalysen – auch die sich seriös gebenden Wirtschafts-Analytiker in den Medien – gingen wenn möglich nicht auf die Steuer-Fakten und die abgeschafften Regulatorien ein, sondern auf emotionale Eindrücke und rhetorische Spitzfindigkeiten.

Da wurde genau analysiert, die Wortwahl zwischen der Inaugurations-Rede und der Davos-Rede, und im Rahmen analytischer Wortklauberei wurde gefragt, ob der Redenschreiber von Trump sich wohl geändert hätte, oder ob, … und so weiter. Die Rede war emotional gefällig, so kamen die meisten zum Schluss – und deswegen unaufregend und akzeptabel.

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Wir reden hier nicht von Analysten die beim Frauen-Magazin Cosmopolitan gerade die Attraktivität von George Clooney wegen seiner Rede bei den Golden Globes beurteilen, wir reden hier von seriösen Wirtschafts-Jounalisten die auf Hausfrauen-Niveau in seriösen Medien mit Klatsch- und Tratsch-Themen wesentliche Polit- und Wirtschaftsaktivitäten begleiten.

Ziel waren nicht die wissenden Konzernchefs in diesen Analyserunden, sondern die emotionalisierten Hausfrauen und die ahnungslos zu lenkenden Kleinanleger an den Börsen.

Der hier Schreibende ist ein Geknechteter der Fernseh-Fremd-Dominanz. Ob er will oder nicht, in Fernsehsendungen die sich mit dem Leben von Prominenten befassen, ist er zuschauend aber nicht freiwillig involviert. Als Angelina Jolie und Brad Pitt sich trennten, also Brangelina auseinanderbrach, war der hier Schreibende mit allen Details konfrontiert. Es gab in diesen Sendungen die rhetorischen Analysen – wer hat was warum und wann wie gesagt – und die emotionalen Analysen, und dann wurde irgendwie … naja, so genau hat der hier Schreibende das auch nicht begriffen.

Exakt und genau auf diesem Klatsch-Niveau, auf Brangelina-Klatsch-Niveau, brachten die angeblich seriösen Wirtschafts-Journalisten Deutschlands ihre Trump-Davos-Analysen.

Und das alles nur, damit die von Trump und den Seinigen geschaffenen positiven Investitions- Fakten nicht angesprochen werden mussten.
Die Darstellung, dass Trump etwas wirtschaftlich-faktisch richtig macht wurde vermieden – musste vermieden werden – damit Trump nicht als jener seriöse und sehr effektive Politiker erkannt wird, der er ist. So eine „Effektiv“-Darstellung hätte Zweifel beim allgemeinen Publikum geschürt, ob Trump denn wirklich jener unfähige, nahe am oder schon im Irrsinn befindliche Akteur ist, als den die Medien ihn seit dem Amtsantritt darstellen.

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Ziel waren nicht die wissenden Konzernchefs in diesen Analyserunden, die haben ihre eigenen Analyseabteilungen, die brauchen die Fernseh-Verdrehungs- und Klatsch-Akteure nicht, sondern die emotionalisierten Hausfrauen und die ahnungslos zu lenkenden Kleinanleger an den Börsen.

Konzernchefs: Investitionslaune

In großen Konzernen gibt es Strategie-Abteilungen, in diesen wiederum Analyse-Abteilungen. In diesen Analyse-Abteilungen sind Analytiker damit beschäftigt, Länder nach ihren Investitions-Vor- oder Nachteilen zu bewerten. Bewertet werden die Steuersituation, die sonstigen Regularien (die ja auch Geld kosten können) und sonstige Rahmenbedingungen.

Niemand in diesen Abteilungen fragt danach, ob Trump in seiner Inaugurationsrede rhetorisch besser war oder schlechter als bei der Davos-Rede. Das ist völlig irrelevant. Es ist auch völlig ohne Bedeutung welche Emotionen Trumps Rede hervorruft – denn Emotionen sind nicht Bilanz-relevant.

Im Geschäftsleben gibt es nur zwei Emotionen. Einerseits Verlust in den Bilanzen, das gibt eine schlechte Emotion und andererseits Gewinn in den Bilanzen, was zu einer positiven Emotion führt. Alle Fakten die die Gewinnchancen erhöhen, bzw. die Gewinne als solche erhöhen sind somit positiv. Die einzige Rhetorik die Konzernchefs wichtig ist, ist die Sprache der Zahlen, und die sollte sich möglichst in Gewinn ausdrücken – hohen Gewinn.

Trump hat von den Konzernchefs Investitionszusagen erhalten. Nicht weil er emotional diese Konzernchefs berührt hätte, sondern weil die Konzern-Analyse-Abteilungen gemeldet hatten, durch die Reformen von Trump – bei Steuern und Regularien – seien die USA als Investitionsstandort nun wieder interessant. In den USA könne man nun wieder gute Gewinne machen – so die Analyseabteilungen – und deshalb solle man dort investieren.

Genau deshalb, weil die Trump-USA bessere Investitionschancen bieten als die Obama-USA, genau deshalb haben die Konzernchefs Investitionszusagen gemacht. Es sind die von Trump geschaffenen Steuer- und Regulatorien-Fakten, die die Konzernchefs zu Investitionen bewegen, nicht die rhetorischen Rede-Feinheiten oder die emotionellen Wellen die Trump hervorruft.

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Die Medien müssen die Trump-Skepsis bzw. Anti-Trump-Stimmung aufrecht erhalten, weshalb vor allem rhetorische Feinheiten und emotionale Relativitäten dargestellt werden.

Ziel waren nicht die wissenden Konzernchefs in diesen Analyserunden, die haben ihre eigenen Analyseabteilungen, die brauchen die Fernseh-Verdrehungs- und Klatsch-Akteure nicht, sondern die emotionalisierten Hausfrauen und die ahnungslos zu lenkenden Kleinanleger an den Börsen.

Und das alles nur, damit die von Trump und den Seinigen geschaffenen positiven Investionsfakten nicht angesprochen werden mussten.
Die Darstellung, dass Trump etwas wirtschaftlich- faktisch richtig macht wurde vermieden – musste vermieden werden – damit Trump nicht als jener seriöse und sehr effektive Politiker erkannt wird, der er ist. So eine „Effektiv“-Darstellung hätte Zweifel beim allgemeinen Publikum geschürt, ob Trump denn wirklich jener unfähige, nahe am oder schon im Irrsinn befindliche Akteur ist, als den die Medien ihn seit dem Amtsantritt darstellen.

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