Zwei Unternehmen verzichten auf Antibiotika in der Schweinemast bzw. in den Fleisch- und Wurstwaren. Macht das lobende Beispiel Schule?

Von Marco Maier

Es ist allseits bekannt, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast zu einer Zunahme von resistenten Erregern führt, die dann auch in der Humanmedizin nicht mehr wirksam bekämpft werden können. Dennoch werden jährlich Unmengen an solchen Mitteln eingesetzt – im letzten Jahr waren es alleine in der Schweinemast mit etwa 800 Tonnen so viel, wie bei den Menschen zur Bekämpfung bakterieller Infektionen.

Doch weil das erstens nicht sinnvoll ist und zweitens auch von den meisten Konsumenten nicht gewollt, gibt es schon die ersten Unternehmen, die auf den Einsatz von Antibiotika in der Schweinemast verzichten. Wenngleich auch erst einmal in einem geringeren Umfang. Immerhin ist das Ganze doch kostenintensiver – und in einem Wirtschaftszweig, in dem der Preis eine nicht unerhebliche Rolle spielt, gilt für viele Konsumenten eben auch das Motto, dass erst das Geld und dann das Gewissen zählt.

So hat der westfälische Fleischereikonzern Reinert laut der "Frankfurter Rundschau" mit der dänischen Genossenschaft Danish Crown ein Geschäft abgeschlossen, wonach die Großschlachterei ab Juli acht Wurst- und Fleischprodukte anbieten will, in denen nur noch Fleisch von Schweinen verarbeitet ist, die ohne Antibiotika aufgezogen wurden. Diese werden zwar aufgrund der aufwändigeren Aufzucht teurer als normale Schweinefleischprodukte sein, doch wenn sie bei den Konsumenten gut ankommen, dürfte die Palette an entsprechenden Fleischwaren wohl in Zukunft deutlich größer werden.

An und für sich wäre es wohl ohnehin sinnvoller, lieber weniger aber dafür besseres Fleisch zu essen und so die industrielle Fleischproduktion unnötig zu machen, welche ohne den massiven Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten so in der Form gar nicht möglich wäre. Auch der eigenen Gesundheit zuliebe.

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7 thoughts on “Schweinemast: Kommt der Antibiotika-Verzicht?”

  1. zeit wirds.

    aber ich verstehe nicht , das diese angeblichen unternehmereliten so lange brauchen, bis ein völlig logischer gedanke und die einsicht pro mensch tier und umwelt so lange braucht, bis er in die tat umgesetzt wird.

    da wird mir ganz bange bei der frage der insektenschutzmittel auf nikotinbasis, und der pflanzenschutz mit glyphosat.

    1. Dafür gibt es immer mehr Wohlstandskrankheiten – und zwar nicht nur chronische, sondern auch tödliche.

      Und weil die Medikamente ebenso – in den meisten Fällen – nicht viel taugen, werden die Menschen immer mehr für die Behandlung und Heilung ihrer Beschwerden zu Naturheilenden Substanzen, zu gesünderem Essen und zu – im Freien bei Luft und Sonnenstrahlung – bewegungsorientierter Lebensführung übergehen. Der Trend ist schon lange sichtbar und nicht aufzuhalten, denn diese Substanzen sowie korrigierende Lebenshaltungen können zum Leidwesen der Pharma und Ärzteschaft nicht patentiert noch monopolisiert werden.

  2. Die Christen und ihre Schäflein wollen ins Himmelreich. Deshalb wurde der EKD-Glyphosat-Apostel Christian Schmidt zur Schafsvergiftung losgelassen. Es trifft aber nicht nur Schafe, sondern auch Deutsche.

    Man muss befürchten, dass weitere christliche Gift-Apostel ihr Unwesen treiben, auch Antibiotika-Missbrauchs-Apostel, mit der Aufgabe, Resistenzen gegen ehemals gute lebensrettende Medikamente zu produzieren.

    Weil die schwarz-rot-lackierten GroKo-Christen einen aus ihrer Sicht gerechten Handel wollen, KRIEGt die NATO-BRD orientalisches Erdöl, und die Mohammedaner erhalten als Gegenleistung 72 Jungfrauen im Jenseits.

    Wie sagt eine römische Rechtsregel? Audiatur et altera pars! Es möge auch die andere Seite angehört werden!

  3. Diese Entwicklung wird sowieso kommen. Viele – wie auch ich – kaufen gar kein Schweinefleisch wie auch kein Hühnerfleisch mehr und vermindern massgeblich den Wurstverzehr – zugunsten ihrer Gesundheit. Jetzt kommt auch noch die giftauslösende Plastik-Verpackung dazu.

    So wie die Tiere gehalten werden, können sie nicht gesund bleiben und werden auch nie gesundes Fleisch liefern. Schon allein der Anblick des Inneren solcher Tierzuchtanstalten löst nichts als Elendsgefühle und Brechreiz aus. Die Gifte, die mit solchen Produkten in den eigenen Körper eingeschleust werden, sind schlicht gesundheitsgefährdend.

  4. @Marco Maier​

    Wieso sollte ein Schwein ohne Antibiotika in der Aufzucht teurer sein ???
    Es braucht ja das teure Antibiotika nicht mehr… und auch nicht den Veterinär, der es verschreibt. Weiterhin würde sich bei ordentlicher Tierhaltung der in die Mischkalkulation einfließende sogenannte "Ausschuss" verringern, bei dem selbst Antibiotika das "Verrecken" nicht mehr abwenden konnte.

    Wer irgendwann mal irgendwas mit Nutztieren zu tun hatte weiß, dass die Behauptung artgerechte Haltung wäre "fast unbezahlbar" absoluter NONSENS ist! Hiermit wird der Konsument nur wieder auf eine neue teure Bio-Masche konditioniert.

    Auch die Abwälzung der Verantwortung für die Tierquälereien auf den "Fleischfresser" (ökonomisch: Verbraucher) ist Blödsinn! Niemals und zu keiner Zeit hat ein einziger Konsument im Handel ein Stück Fleisch bestellt mit der Auflage, dass die Viecher für einen kleinen Preisvorteil bitteschön misshandelt werden mögen. Den Schuh müssen sich die Erzeuger selber anziehen. Niemand hat diese zur Teilnahme an ruinösen Preiskämpden gezwungen. AUSSERDEM müssen "kleine Preise" zuerst da sein, bevor der Konsument "Billigware" aus der Theke greifen und sich daran gewöhnen kann.

    Hier werden Tatsachen verdreht, um die Profitgier der Erzeuger zu decken! 

    Fragen Sie bitte bei sich auf den Phillippinen nach, ob dort ein Huhn oder Schwein weniger frisst oder schneller Schlachtgewicht erreicht, als in Deutschland. Anders wären sonst die nominal günstigeren Preise nicht erklärbar.

  5. Vom BRD-System werden Deutsche mit Antibiotika in der Nahrung resistent und unheilbar gemacht, also in vielen Fällen getötet. Vom BRD-System werden Deutsche körperlich mit Glyphosat und Feinstaub vergiftet, also auch in vielen Fällen getötet. Vom BRD-System werden Deutsche mit einseitiger Propaganda seelisch und geistig vergiftet, ein Schädigen der Gesundheit mit bisweilen tödlichen Folgen. Beitragsräuber-Beispiel: http://www.tvtv.de/detailansicht.php?sendungs_id=233976610 Wer stellt die allierten Bombenvölkermord-Verbrecher von Köln, Hamburg, Dresden und zahlreichen anderen Städten vor Gericht, die rund 750.000 Zivilisten ermordet haben, lt. K.R. Röhl? Wer sagt, was in den Pflichtarbeitslagern geschehen ist? War dort die Lebensgefahr hinsichtlich Krankheiten und Unfällen tatsächlich größer als für Wehrpflichtige im Kampfeinsatz oder für Zivilisten in bombardierten Städten? Wieviele Flüchtlinge aus dem Rüstungspflichtarbeitslager Auschwitz wurden in Breslau und Dresden von allierten Bombern getötet? Wer stellt die alliierten Mörder der übrigen rund 10 Millionen Deutschen vor Gericht, die als ZIvilisten, Vertriebene und Kriegsgefangene in den Tod getrieben worden sind? Warum beschuldigt man die Türken wegen der Armenierangelegenheit, aber nicht die Alliierten wegen des Völkermords an Zivilisten, auch in Japan und danach in Korea, Vietnam und Irak bis Syrien?

    Wie mörderisch ist das BRD-System als Nato-Kollaborateur und als Feind der Deutschen?

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